Sommerferien mal anders

Chemnitz – Sommerferien – Das bedeutet für die meisten Kinder Ausschlafen, baden gehen oder einfach mal faulenzen. In Chemnitz gibt es aber ein paar Kinder, die auch in den Ferien lernen – und das ganz freiwillig.

Dreizehn Kinder im Alter zwischen 7 und 14 Jahren verbringen zur Zeit ihre Ferien im Theatercamp auf der Küchwaldbühne. Neben dem Spaß staht dabei natürlich das Erlernen eines Theaterstückes auf dem Programm. Knapp eine Woche proben die Kinder dafür täglich und lernen Texte auswendig, sowie das Spiel auf der Bühne.

Angeleitet werden sie dabei von Pier Giorgio Furlan vom Centro Arte Monte Onore in Kriebstein/Ehrenberg. Der künstlerische Leiter des diesjährigen Theatercamps hat bereits mehrere Projekte mit Kindern durchgeführt.

Im Theatercamp bekommen die Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit, sich in verschiedenen kreativen Ausdrucksformen auszuprobieren. Ein wichtiges Element des Stückes sind dabei Masken, die die Kinder zum „Sprechen“ bringen.

Der aus Venedig stammende Furlan hat die Tradition des Maskenspiels aus seiner Heimat mitgebracht.
Während des Camps erarbeiten die Kinder das Theaterstück „Reise um die Welt“, welches für eine kuturelle Vielfalt sensibilisieren soll.

Daneben kommen auch Marionetten, zum Kennenlernen einer weiteren traditonsreichen Theaterform, zum Einsatz. Die Kinder und Jugendlichen erarbeiten den spielerischen Inhalt und den Text des Stückes selbst. Darüber hinaus werden die Kinder auch ihre Masken und das Bühnenbild selbst gestalten. So entsteht ein Wechsel zwischen dem Einüben von darstellender Kunst und dem Anwenden von Techniken bildender Kunst, zwischen spielen, sprechen und gestalten.

Der Höhepunkt des Theatercamps ist aber für alle Teilnehmer die große Aufführung ihres Stückes. Am Freitag um 19 Uhr wird die „Reise um die Welt“ auf der Küchwaldbühne zu sehen sein.

Das Theaterspiel wird dabei in drei Gruppen vorgeführt: von den Maskenspielern, den Marionettenspielern und den Erzählern. So soll eine umfassende künstlerisch-kreative Erfahrung mit einem anderen Blickwinkel vom Theaterspiel entstehen.