Sommerferien-Tipp: Winnetou und Märchen auf der Felsenbühen Rathen

Während der Sommerferien werden auf der Felsenbühne u.a. die Stücke  für die ganze Familie „Winnetou I“ sowie „Schneeweißchen und Rosenrot“ gezeigt. +++

Die Felsenbühne Rathen ist die Freilichtbühne mit der längsten Tradition der Karl-May Festspiele. Bereits 1938 ritten Karl Mays Helden – allerdings politisch einseitig interpretiert und benutzt – hier über die Bühne. Mit Jürgen Haase als Winnetou und Herbert Graedtke als Old Shatterhand begann 1984 in «Der Schatz im Silbersee» die neue Ära der Karl-May Stücke. Es folgten unter anderem «Winnetou», «Der Ölprinz», «Old Surehand», «Unter Geiern», «Der Schatz im Silbersee». Allein bei sechs Inszenierungen nach Karl May sorgte Olaf Hörbe für das Textbuch und die Regie. Auch für die neue Version von „Winnetou I“ konnte Olaf Hörbe als Autor gewonnen werden.

Erzählt wird die Geschichte Winnetous (Michael Berndt). Der junge Häuptling weiß um die technische Überlegenheit der weißen Eroberer. Er hat eine Ahnung von der Größe der Welt hinter dem Ozean. Gleichzeitig ist mit Klekih-petra ein weißer Mann an seiner Seite, der nicht den Feindbildern entspricht. Winnetou sucht nach Lösungen für die tiefe Krise, in der sich die Indianer befinden. Die Schienen für den Bau der Eisenbahn sind ein fremdes Element auf der indianischen Erde – und Vorboten der weiteren Eroberung. Banditen wie Santer greifen die Lebensgrundlage der Indianer an.

Für Winnetou wird es schwer, die Indianer von Racheakten abzuhalten. In dieser Situation treffen Winnetou und Old Shatterhand (Jürgen Haase) aufeinander. Doch bis zur Blutsbrüderschaft der beiden ist es noch ein weiter Weg. Ihre Geschichte führt sie ins Lager der Apachen, in die Westernstadt St. Louis, zu den Landvermessern nahe der Station «Little Paradise» und in die Berge auf der Spur des Goldes. Geritten wird wie immer auf feurigen Pferden. Effektvolle Kämpfe, Stunts und artistische Einlagen verleihen der Aufführung einen besonderen Reiz.

„Winnetou I“ am Samstag, 11. Juli,  19.00 Uhr  und  Sonntag, 12. Juli, 17.00 Uhr

Mit „Schneeweißchen und Rosenrot“ zeigen die Felsenbühne eine wunderbar poetische und witzige Version des bekannten Märchens der Brüder Grimm, das von Wilhelm Grimm erstmals 1827 in Wilhelm  Hauffs Märchen-Almanach veröffentlicht und von ihm so häufig wie kein  anderes von Ausgabe zu Ausgabe überarbeitet wurde.

Zwerg Grobwurz (Sophie Lüpfert) ist grimmig, sind doch alle Geschöpfe  in seinem Wald mindestens zu zweit: die Pilze, Bäume, Käfer,  Schwalben, Mägde und Bauern. «Nur ich bin einsam. Wie ein Bart, das  ist hart» beschwert er sich und beschließt, gegen diese  Ungerechtigkeit ins Feld zu ziehen. In seinem Zorn kommen ihm Prinz  Konrad und sein Bruder Heinrich gerade recht.

Grobwurz findet es nicht zum Aushalten, wie gut sich die beiden  verstehen und wie nett sie zueinander sind. Kurzerhand hext er ihnen  Hass und Neid aufeinander an und verzaubert sie dann in einen Bären  und einen Jäger, die sich gegenseitig umbringen wollen. Eines Nachts  sucht der Bär Schutz in der Hütte von Schneeweißchen (Sandra  Maria  Huimann) und Rosenrot (Julia Rani).

Bisher lasen sich diese hellwachen und ganz unterschiedlichen  Naturkinder abends gerne Märchen vor. Nun beginnt ihr Märchen im  Märchen: die aufregende Entzauberung der Brüder, die erste Liebe, der  Kampf mit Zwerg Grobwurz und der Stress mit ihrer alleinerziehenden,  übermäßig besorgten Mutter.

„Schneeweißchen und Rosenrot“ wird im Juli und August an mehreren Spieltagen gezeigt.

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