Sommertour: Halbzeitbilanz im HWK-Bildungszentrum

Dresden - In der Albertstadt entsteht bis Sommer 2019 eines der modernsten Bildungszentren in Sachsen. Die Aus- und Weiterbildungsstätte der Handwerkskammer Dresden (HWK) soll rund 30 Arbeitsräume auf 6.100 Quadratmetern beherbergen. Nachwuchs wird hier künftig in den Bereichen Metallbearbeitung, Elektrotechnik und Sanitär ausgebildet. Der Schwerpunkt liegt auf den erneuerbaren Energien.

Bis auf kleine Restleistungen sind die Rohbauarbeiten abgeschlossen. Die Dächer sind dicht, die Fenster werden aktuell eingebaut. Jetzt beginnt die Ausbauphase. Dazu zählen die Dämmungs- und Abdichtungsarbeiten, Trockenbauleistungen sowie die Montage von Heizungsanlagen und Rohrleitungen. Die Fertigstellung ist für Sommer 2019 geplant. Dann zieht auch die Bildungsstätte aus Großenhain um. Hier war der Betrieb zuletzt nicht mehr gesichert. Die überdimensionalen Räumlichkeiten hätten modernisiert werden sollen. Auch Hochwasserschutzmaßnahmen waren vorgesehen. Der Neubau in der Albertstadt war jedoch günstiger als eine Komplettsanierung.

© Sachsen Fernsehen

Kompetenzzentrum für erneuerbare Energien und Energieeffizienz

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Die Großzügige Verglasung wird Einblicke in das Herzstück des Schulungs- und Demonstrationsraumes ermöglichen. Gebäudeenergieberater, Energieeffizienzhandwerker, Fachwirte für eneuerbare Energien und Energieeffizienz sowie Workshops für Energiemanagement und SmartHome-Anwendungen werden bereits jetzt durch die HWK angeboten. Durch die neuen Räumlichkeiten können Handwerker noch besser an der Energiewende arbeiten und an neuen Methoden forschen. Der Schwerpunkt wird in den Laboren auf die Brennstoffzellen gelegt.

Insgesamt finden sich rund 30 Werkstätten für die Bereiche Metallbearbeitung, Elektrotechnik sowie Scheiß- und Kunststofftechnik in dem Gebäude. Neben Prüflaboren der Metalltechnik werden auch Lerninseln in den Komplex integriert. Künftig sollen 176 Werkplätze für den praktischen Unterricht sowie 100 Plätze in den Unterrichts- und Seminarräumen zur Verfügung stehen. Das Bildungszentrum steht auf einer Grundfläche von 80 mal 84 Metern. Verbaut wurden mehr als 1.500 Tonnen Stahl und 9.500 Kubikmeter Beton. Der Rauminhalt ist vergleichbar mit etwa 100 Einfamilienhäusern. Insgesamt investiert die HWK rund 40 Millionen Euro. 18,6 Millionen davon werden von Bund und Land getragen.

Artikel erstellt von: Florian Glatter