Sommertour: St. Pauli Friedhof kämpft ums Überleben

Dresden - Der St. Pauli Friedhof im Norden der Leipziger Vorstadt in Dresden gilt als eine der ältesten Ruhestätten der sächsischen Landeshauptstadt. Doch der Friedhof hat seit einiger Zeit mit massiven wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen, so dass er bereits 2016 beschränkt geschlossen werden musste. Wie man dem Friedhof wieder "Leben einhauchen" kann, das klärt Juliane Wirthwein vor Ort in der Drehscheibe Dresden Sommertour.

1862 ist der St. Pauli Friedhof in der Leipziger Vorstadt geweiht worden, doch 2016 wurde er aus finanziellen Gründen beschränkt geschlossen. Das bedeutet nur noch Angehörige der bereits Bestatteten können auf dem St. Pauli Friedhof noch ihre letzte Ruhestätte finden. Dabei bietet dieser Ort viel Potential. Gräber bekannter Dresdner, wie die Eltern von Erich Kästner oder die Dresdner Orgelbauerfamilie Jehmlich sind hier bestattet. Imposant ist auch die Anlage des Industriellen Gehe.

In den letzten Jahren hat sich die Bestattungskultur in Deutschland verändert. Früher gab es viele Erdbestattungen, heute viele Urnenbestattungen. Aus finanziellen Gründen entscheiden sich Angehörige meist für die Urnenbeisetzung. Damit gibt es Einbußen für den Friedhof. Denen fehlt dann das Geld den Friedhof zu bewirtschaften, Bäume zu pflegen, etc.

© Sachsen Fernsehen
© Sachsen Fernsehen

Der Verein Denk Mal Fort hat aber Ideen, wie man dem Friedhof wieder "neues Leben" einhauchen kann. Die Überlegungen befinden sich noch in der Entstehungsphase, doch will man grundsätzlich Informationen zum St. Pauli Friedhof der Öffentlichkeit zugänglich machen. Auf welche Art und Weise muss noch geklärt werden. Bereits jetzt finden Führungen über den elf Hektar großen Friedhof statt.

So findet sich hier zum Beispiel die größte Schindeleiche Deutschlands - ein forstbotanisches Denkmal.