Sonderausstellung für Glashütter Union Uhren eröffnet

Glashütte – Im Deutschen Uhrenmuseum Glashütte ist die Sonderausstellung „Union Glashütte – 125 Jahre Deutsche Uhrmacherkunst“ eröffnet worden. Anlässlich des Jubiläums der Erstgründung der Uhrenfabrik im Jahr 1893 erwartet die Besucher eine Sonderschau, in der die bewegte Geschichte des Traditionsunternehmens illustiert ist. 

Am 1. Januar 1893 wird das Unternehmen vom Dresdner Uhrengroßhändler Johannes Dürrstein in Glashütte gegründet. Hier werden Maßstäbe für die Glashütter Uhrenproduktion gesetzt. Der Leitgedanke der Firma lautet, hochwertige, präzise Uhren zu bauen, die für einen großen Kundenkreis erschwinglich sind. Doch geschäftliche Fehlentscheidungen sowie die Folgen des Ersten Weltkrieges und der Weltwirtschaftskrise führen zum Niedergang – 1936 wird das Unternehmen aus dem Handelsregister gelöscht.

Erst 1996 erfolgt die Neugründung und seit dem Jahr 2000 gehört Union zur Schweizer Swatch Group. Mittlerweile exportiert die Firma unter anderem nach Russland und Dubai und beschäftigt 30 Mitarbeiter. Einer davon ist Tobias Hamann. In der Sonderausstellung kann man dem 28-jährigen Uhrmacher freitags ab 13 Uhr und jeden ersten Samstag im Monat bei seiner Präzisionsarbeit über die Schulter schauen.

Neben einmaligen historischen Exponaten bekommen Besucher auch die fast komplette aktuelle Kollektion der Firma Union zu sehen. Außerdem gibt es auch eine Premiere: Erstmals wird die „1893 Johannes Dürrstein“-Armbanduhr öffentlich gezeigt, die anlässlich des Jubiläums in limitierter Stückzahl gefertigt wird. Bis zum 2. April 2018 hat die Sonderschau täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Begleitet wird sie von einem vielfältigen Programm mit Führungen, Vorträgen und Ferienaktionen.

© Dresden Fernsehen
 
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