Sonne und Wind statt Atom und Kohle – geht das überhaupt?

Über Pro und Contra Atomausstieg wurde gestern im Haus an der Kreuzkirche Dresden diskutiert. Die Bundestagsabgeordneten Arnold Vaatz (CDU) und Andreas Lämmel (CDU) hatten zu der Veranstaltung eingeladen. +++

Deutschland steigt aus – bis 2022 sollen die noch neun verbliebenen deutschen Atommeiler schrittweise abgeschalten werden – der Strom kommt dann zu einem Drittel aus Wind, Sonne und Biogas – für den Rest sorgen fossile Brennstoffe wie Kohle und Gas. So ist der Plan – und der sei mehr als riskant – so zumindest Energieexperten aus Politik und Wissenschaft gestern in Dresden. Denn – für die schnelle Energiewende fehle es an der nötigen Infrastruktur – gigantische Stromtrassen, Windparks und Pumpspeicherwerke müssten innerhalb weniger Jahre praktisch aus dem Boden gestampft werden – die Stabilität der Netze dann sei bislang auch völlig unklar. Richtig – Kernkraft ist riskant – so der Bundestagsabgeordnete Arnold Vaatz, der geplante schnelle Ausstieg aber sei eine wirtschaftliche Katastrophe, möglicherweise das Ende des Industriestandorts Deutschland.

2022 werde Deutschland als erstes Land aus der Kernenergie ausgestiegen sein – vorbildlich, während Nachbarländer weiter preiswerten Atomstrom produzieren – den wir dann kaufen dürften. Kernenergieprofessor Hurtado kann sich nicht erklären, wieso in Deutschland entwickelte Hochsicherheitsreaktoren der Renner im Ausland sind, während man hier auf die schnelle Abschaltung drängt. German Angst – trotz weltweit höchster Sicherheitsstandarts – aber wieso?

Weniger Sorgen macht sich DREWAG-Chef Reiner Zieschank – man sei in Sachen alternative Energien gut aufgestellt – brauche aber Planungssicherheit:

Daß die Energiewende kommen werde – früher oder später – keiner bezweifle das – auch nicht, daß sie teuer wird, bezahlen müsse das der Verbraucher, zwischen 40 und 70 Euro pro Jahr in einem 4-Personen-Haushalt. Atomkraft bitte – oder nein danke – die Betroffenen sehen das ganz unterschiedlich.

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