Sorge um Landesdirektion

IHK und Handwerkskammer der Stadt sprechen sich klar für Chemnitz als Standort der neuen gemeinsamen Landesdirektion Sachsen aus.

Das brachten sie jetzt auch in einem Brief an den sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich zum Ausdruck. Sollten die drei jetzigen Landesdirektionen Chemnitz, Dresden und Leipzig zu einer zusammengefasst werden, müsse Chemnitz als Standort an erster Stelle stehen. Grund dafür ist, nach Aussage der Kammern, unter anderem die hohe Dichte an kleinteiliger Industrie im Chemnitzer Raum.

Gegenüber Leipzig hat Chemnitz mit etwa 24.500 Handwerksbetrieben die doppelte Anzahl und benötigt deshalb eine solche Behörde vor Ort. Weiterhin heißt es, der Ministerpräsident solle ein wirtschaftsnahe und fachlich vertretbare Entscheidung treffen, die nicht durch politische Aspekte dominiert und verfälscht wird.

Die Landesdirektion ist eine Mittelbehörde zwischen der Staatsregierung und den Landkreisen. Sie trifft zum Beispiel Entscheidungen über Baugenehmigungen kleinerer Betriebe.

Interview: Dietmar Mothes – Präsident der Handwerkskammer Chemnitz