Sorgenkind Malik in permanenter Behandlung

Löwe Malik bleibt weiterhin ein Sorgenkind des Tierparks. Nachdem im Herbst vergangenen Jahres eine Nierenerkrankung bei ihm festgestellt wurde, steht er wieder unter permanenter Kontrolle und Behandlung.

Eine Infektion konnte erfolgreich bekämpft werden, doch Untersuchungen zeigten, dass seine Nieren nicht mehr richtig arbeiten. Zum Jahresende hin hatte er sich einigermaßen erholt, Körpermasse zugelegt und zeigte auch wieder normales Verhalten. Regelmäßig wurde der Urin untersucht, er erhielt Nieren- und Blasentee sowie ein Mittel zur Harnansäuerung.

Doch seit einiger Zeit hat sich der Gesundheitszustand wieder verschlechtert. Eine weitere Untersuchung ergab nun, dass die Niereninsuffizienz inzwischen sehr ausgeprägt ist und hohe Konzentrationen an Stoffwechselendprodukten, die eigentlich von den Nieren ausgeschieden werden müssten, im Blut nachzuweisen sind. Das führt unbehandelt zu einer allmählichen Vergiftung des Körpers und auch zu einer weiteren Schädigung der Nieren.

Menschen mit diesem Krankheitsbild müssten in kurzen Abständen zur Dialyse, mit einem Wildtier ist das schwierig. Daher wird versucht, Malik künftig regelmäßig in Narkose zu legen und mittels Infusionen seine Blutwerte und damit sein Wohlbefinden zu verbessern. Nach derzeitigem Kenntnisstand ist eine Heilung nicht möglich.

Malik war im Mai 2005 im Alter von einem Jahr nach Chemnitz gekommen. Zum bundesweiten Publikumsliebling der Fernsehserie „Elefant, Tiger und Co“ war der Löwenjunge geworden, als er im Leipziger Zoo von Tierpfleger Jörg Gräser von Hand aufgezogen werden musste, weil seine Mutter ihn nicht angenommen hatte.

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