Souveräner Sieg befördert Floor Fighters in 3. Runde

Die Floor Fighters konnten am gestrigen Sonntag den Einzug in die 3. Runde des DUB Pokals feiern.

Vorausgegangen war ein über weite Strecken starkes Spiel der Chemnitzer gegen den Ligakontrahenten Igels Dresden, welches der Gastgeber mit 10:4 (4:3, 4:0, 2:1) für sich entscheiden konnte.

Bereits im Vorfeld wurde diese Partie mit Spannung erwartet, hat doch auch das Team aus der Landeshauptstadt kürzlich ernsthafte Aufstiegsambitionen geäußert. Entsprechend motiviert gingen beide Mannschaften von Beginn an zu Werke.

Den besseren und vor allem schnelleren Start erwischten aber die Floor Fighters, die bereits nach knapp zwei Minuten durch David Reich, zur Freude der Zuschauer in der Sporthalle Flemmingstraße in Führung gehen konnten. Während die Dresdener anschließend geschockt reagierten, spielten die Chemnitzer weiter munter auf das Tor der Gäste und durften nur zwei Minuten später das zweite Tor durch den Finnen Jussi Pietilä feiern, der an diesem Tag mit insgesamt zwei Toren und drei Vorlagen an der Hälfte aller Tore beteiligt war. Doch diese frühe Führung sollte im Anschluss zu viel Lässigkeit in das Spiel der Floor Fighters bringen. Nach einem Foul verabschiedete sich Stürmer Dominik Pößl für zwei Minuten auf die Strafbank in deren Verlauf die Dresdener zum Anschlusstreffer kamen. Und damit nicht genug, nur 10 Sekunden später glichen die Elbestädter gar zum 2:2 aus und setzten drei Minuten später noch einen drauf und führten plötzlich 2:3. Da wurde es still in der Halle und man merkte den Gastgebern nun eine gewisse Nervosität an, hatte man doch im Verlauf der noch jungen Saison bislang noch nicht mit einem Rückstand zu kämpfen. Trainer Joel Heine: „Wir haben uns unnötig in dieser frühen Phase das Zepter aus der Hand nehmen lassen. Wie schon in der Vorwoche beim Spiel in Grimma konnten wir schnell in Führung gehen, so dachten meine Spieler sicherlich, dass auch dieses Spiel leicht zu gewinnen sei“.

Doch die Floor Fighters besannen sich ihrer Stärken und gingen durch Tore von Pietilä und Herold in der 16. Minute erneut in Führung und zwangen dem Gast im Anschluss wieder das eigene Spiel auf. „Bis auf ein paar Minuten haben wir uns im ersten Drittel eigentlich nicht schlecht verkauft, so viele eigene Fehler, die in Gegentore resultieren, dürfen wir uns aber einfach nicht leisten, wenn wir im Pokal noch ein paar Runden überstehen wollen“, merkte Kapitän René Radünz im Anschluss selbstkritisch an.

Für das zweite Drittel stellte das Trainergespann Heine/Pietilä die Linien dann um, so dass nur noch zwei anstatt der drei im ersten Drittel aufgebotenen Reihen das Feld betraten. Und dies sollte Früchte tragen, denn Dresden kam jetzt nur noch selten vor das Tor der Chemnitzer, haderte stattdessen bei einigen Entscheidungen mit dem Schiedsrichtergespann aus Genthin und nahm insgesamt viermal auf der Strafbank Platz, so dass die Floor Fighters mehrfach in Überzahl agieren konnten. Und dies wussten die Chemnitzer zu nutzen. Dem frühen 5:3 nach nur 20 Sekunden im zweiten Spielabschnitt durch Kapitän Radünz folgten drei weitere Tore durch Heine, Franz und nochmals Radünz. „Das Spiel entwickelte sich im zweiten Drittel zum echten Pokalfight, beide Mannschaften schenkten sich absolut nichts und gingen oft über die Grenzen hinaus, was Unter- und Überzahlsituationen auf beiden Seiten begünstigte. Unsere Zuschauer fanden sichtlich Gefallen an diesem spannenden Spiel und unterstützen unser Team lautstark“, freute sich Teammanager Georg Schmidt über die prächtige Pokalatmosphäre hinter der Glaswand auf der Flemmingstraße.

Mit dem Stand von 8:3 ging es in die letzte Pause, in der das Trainergespann wieder umstellte und so allen Spielern wichtige Einsatzzeit gab. Auch der Schlussabschnitt sollte, entgegen dem, was der bereits deutlichere Spielstandes vermuten ließ, spannend bleiben. Dafür sorgten vor allem die Igels, die trotz ihres Rückstandes nicht aufgaben und weiter motiviert zu Werke gingen. Die Chemnitzer ließen sich davon zunächst anstecken, kassierten dafür jedoch zwei Strafen, die in einem 5:3 Überzahlspiel für die Gäste resultierten, in derem Verlauf der Anschlusstreffer durch den ehemaligen U19 Nationalspieler Christopher Gruhne hergestellt werden konnte. Vorlagengeber war erneut Erik Schuschwary, der an diesem Tag an allen Toren der Elbestädter beteiligt war.

Anders als im ersten Drittel ließen sich die Gastgeber aber nun nicht mehr die Butter vom Brot nehmen und spielten souverän die Minuten herunter und konnten durch Tore von Youngstar Thiele sowie Kapitän Radünz sogar noch einen drauf legen. „ Nach den frühen Gegentoren hat meine Mannschaft absolute Moral bewiesen und weiter an die eigenen Stärken geglaubt, im Endeffekt war dieser Aufwecker sogar wichtig, denn nach den ersten elf Minuten gelang den Gästen nur noch ein Tor in Überzahl, während meine Jungs ganze acht erzielen konnten“, ist der finnische Trainer Joel Heine über die Reaktion seines Teams nach dem kurzzeitigen Rückstand sichtlich zufrieden.

Quelle: Floor Fighters

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