Sozialministerin Christine Clauß verleiht Tierschutz-Medaillen

Staatsministerin Christine Clauß hat heute die Tierschutz-Medaille „Johann-Georg-Palitzsch“ an Dr. Annemarie Prokert und Anett Neubert verliehen. Anett Neubert und ihr Team haben durch den Aufbau der Großtierauffangstation im Tierheim Chemnitz/Pfarrhübel zu einem achtenswerten Tierschutz in Sachsen beigetragen.

Staatsministerin Christine Clauß hat heute die Tierschutz-Medaille „Johann-Georg-Palitzsch“ an Dr. Annemarie Prokert und Anett Neubert verliehen. Sie würdigt damit das Engagement der Preisträgerinnen, die in Sachsen das Niveau des Tierschutzes erheblich gesteigert haben und zum Teil deutschlandweit Beachtung fanden. 

„Durch den Aufbau der Großtierauffangstation im Tierheim Chemnitz/Pfarrhübel hat Anett Neubert und ihr Team einen beachtlichen Beitrag für einen konsequenten Tierschutz in Sachsen geleistet“ betonte Clauß in ihrer Laudatio. „Jetzt können die Kreisveterinärämter in Sachsen endlich auch im Bereich der landwirtschaftlichen Nutztiere den Worten Taten folgen lassen. Die Tiere, die unter Bedingungen gehalten werden, die ihnen Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen, können jetzt in dem Tierheim untergebracht werden und müssen nicht bei ihren Besitzern bleiben.“

In der Laudatio für Frau Neubert lobte die Ministerin besonders das breite Engagement für den Tierschutz des Tierheims Chemnitz/Pfarrhübel. Denn neben den Bautätigkeiten, der Ausbildung von Tierpflegern und Durchführung von Praktika werden auch noch Schulungen für die Bevölkerung durchgeführt. In dem Verwaltungszentrum werden z. B. auch Vorträge zum Schutz von Fledermäusen organisiert. „Das Tierheim nimmt sich also auch dem Schutz von Tieren an, die keine klassischen Tierheimbewohner sind“, so die Staatsministerin. Die zweite Medaille würdigt die Arbeit der ehemaligen Tierschutzreferentin in Sachsen, Dr. Annemarie Prokert. „Sie hat die Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf immer ernst genommen. Daher war ihr Einsatz in Gesetzgebungsverfahren und in der Umsetzung der Vorschriften in der Praxis immer voller Engagement“, betonte Clauß. Zudem habe sich Prokert in der Wildtierhaltung in Sachsen engagiert.

Über die Kommission zur Bewertung von Wildtierhaltungen hat sie alle kommunalen Tierparks und Tiergehege untersucht, die Haltungsbedingungen bewertet und Mängel ausfindig gemacht. Ziel war dabei, die Amtstierärzte mit dem Wissen der Zoodirektoren zu unterstützen und zu beraten, um die alten, aus DDR-Zeiten stammenden Gehege tierschutzgerecht umzugestalten. „So sieht gelebter Tierschutz vor Ort aus: Nicht Direktive von oben, sondern Beratung und Unterstützung und persönliches Engagement über den dienstlichen Alltag hinaus“, würdigte Clauß diese Arbeit, die in der ganzen Republik Beachtung gefunden habe.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Soziales

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