Sozialministerin Clauß will Integration von Zuwanderern verbessern

Die Staatsministerin für Soziales Christine Clauß stellt am Montag in Dresden vor, wie die Integration von Zuwanderern verbessert werden kann. +++

Die Handlungsempfehlungen der Studie sollen der Verbesserung des Informationsstandes zu Anerkennungsverfahren dienen und in das Zuwanderer- und Integrationskonzept einfließen.
 
In Sachsen (Ausländeranteil von 2,7 Prozent) wurde durch die ANSA-Studie geprüft, welche Bedarfe im Bereich der Anerkennung ausländischer Qualifikationen bestehen. Die Studie hat das Ziel, Transparenz in den Anerkennungsverfahren und zur Situation in Sachsen zu schaffen, Netzwerke zu erschließen sowie die Schnittstellen zur Anerkennung – Kompetenzfeststellung und Nachqualifizierung – in einer ersten Analyse zu sondieren.

„Statistische Analysen zeigen, dass in Sachsen schätzungsweise 10.000 ausländische Erwerbsfähige SGB II-Mittel beziehen oder als ausländische Erwerbstätige sowie als Arbeitslose keinen anerkannten Abschluss vorweisen können. Zudem sind ca. 70 Prozent aller in Sachsen lebenden Ausländer Drittstaatsangehörige. Sie sind von der Anerkennungsproblematik besonders betroffen.

Als Ratsuchende brauchen sie umfassende, aktuelle Informationen nicht nur zum Thema Anerkennung, sondern auch zu den Kompetenzfeststellungsverfahren und zu Nachqualifizierungsmöglichkeiten“, sagte Sozialministerin Christine Clauß. Hier kommt es auf eine an den individuellen Bedürfnissen ausgerichtete praxisnahe Beratung an, die zurzeit nicht gewährleistet ist. Vor diesem Hintergrund ist zu erwägen, so die Studie, eine Informations- und Beratungsstelle Anerkennung in Sachsen einzurichten.

Hierdurch könnten Informationen aktuell, umfangreich und bedarfsgerecht aufbereitet und vorgehalten werden. Sie sollte auch die Weiterbildung aller Akteure steuern, um deren Beratungskompetenz zu erhöhen. Außerdem sollte die Informations- und Beratungsstelle als Serviceeinrichtung Informationsknotenpunkt für alle beteiligten Akteure sein.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz

++
Immer aktuell informiert – mit dem DRESDEN FERNSEHEN Newsletter!