Sozialticket – Beschlossene Sache

Die Stadtverwaltung strebt an, zum 1. August 2009 ein Sozialticket in Leipzig einzuführen, um die soziale Teilhabe für einkommensschwache Haushalte zu verbessern.

Dafür sprach sich Oberbürgermeister Burkhard Jung in seiner Dienstberatung am Dienstag aus. Das Sozialticket soll den Namen „Leipzig-Pass-Mobilcard“ erhalten. „Das Ticket ist ein Meilenstein der kommunalen Sozialpolitik in Leipzig,“ unterstreicht Bürgermeister Thomas Fabian. „Damit insbesondere Beschäftigte mit niedrigem Einkommen bei den Fahrkosten entlastet werden, ist dieses Ticket rund um die Uhr gültig.“

Die Leipzig-Pass-Mobilcard soll zu einem Preis von 26 Euro je Kalendermonat (preisstabil bis zum 31. Juli 2010) angeboten werden und ist gültig für alle Verkehrsmittel innerhalb der MDV-Zone 110 – Stadt Leipzig. Es gelten keine Vertragsbindungen, so dass die Berechtigten jeden Monat selbst entscheiden können, dieses Angebot wahrzunehmen. Die personengebundenen Tickets können in den Geschäftsstellen der LVB, der Deutschen Bahn AG, bei rund 20 LVB-Händlern sowie bei zehn Bürgerämtern erworben werden.

Das Sozialticket wird an den Leipzig-Pass angelehnt, daher auch die Bezeichnung „Leipzig-Pass-Mobilcard“. Rund 88 000 Menschen unserer Stadt sind Leipzig-Pass-berechtigt. Es wird dabei von etwa 68 000 potenziellen Nutzern ausgegangen. Erfahrungen anderer Städte lassen erwarten, dass ca. 30 bis 50 Prozent davon diese Möglichkeit wahrnehmen.

Die städtischen Kosten für die Leipzig-Pass-Mobilcard betragen jährlich rund 1,53 Millionen Euro. Darin enthalten sind die mit der Leipzig-Pass-Mobilcard verbundenen Mindereinnahmen und Mehrkosten beim MDV (als Zuschuss an den MDV in Höhe von 1,46 Millionen Euro) und anteilige Kosten für den Vertrieb der Leipzig-Pass-Mobilcard und erhöhte Druckkosten für den Leipzig-Pass (68 000 Euro).

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