Spannendes Spiel mit Happy End

Am letzten Spieltag der Unihockey-Bundesliga im Jahr 2006 mussten die 200 Besucher der Partie SG Adelsberg Floor Fighters gegen SG Halle/Hohenmölsen einen wahren Krimi über sich ergehen lassen.

Die Chemnitzer, als klarer Favorit in das Spiel gegangen, taten sich von der ersten Sekunde an äußerst schwer mit dem defensiv eingestellten Gegner. Immer wieder schaltete man nicht schnell genug von der Offensive zur Defensive um und kassierte promt zwei Gegentreffer durch schnelle Konter. Dennoch ließ man die Sachsen-Anhaltiner nicht enteilen und konnte noch zur ersten Drittelpause ausgleichen. Im Mitteldrittel schien dann etwas mehr Sicherheit in die Aktionen um Spielertrainer Duchan zu kommen. Drei weitere Tore bei nur einem Gegentor führten zu einer vermeintlich beruhigenden 5-3-Führung. Doch schien man die SG an diesem Tag schon bescheren zu wollen. So gelang David Reich ein blitzsauberes Eigentor.

Im Schlussabschnitt folgte sogar der Ausgleich und das Spiel drohte zu kippen. Doch dann folgte der Auftritt von Philipp Hühler. Mit einem tollen Bogenlauf gelang ihm sein drittes Tor. Doch wurde er damit zum tragischen Helden des Spiels. Die Schiedsrichter sahen in seinem Jubel eine provokative Geste und verbannten ihn für 10 Minuten auf die Strafbank. Der Ausgleich folgte durch das überzeugende Überzahlspiel des Hohenmölsener Blocks. Und weitere Weihnachtsgeschenke wurden verteilt: Erst vergab Top-Scorer Syptak einen Penalty, dann warf Torhüter Richter einen Abwurf genau vor die Füße des Gegners. Und schon musste an die erste Saisonniederlage gedacht werden. Doch der Tschechen-Express wusste die Antwort: Duchan auf Syptak und es stand 7-7. 2 Minuten vor Schluss dann sogar Überzahl für die Floor Fighters. Doch das finale Tor sollte heute noch nicht in der regulären Spielzeit gelingen, man gönnte den bestens aufgelegten Fans eine Verlängerung. Den Abschluss einer außergewöhnlichen Hinrunde setzte Martin Syptak, der damit der SGA den zweiten Punkt sicherte.

Mit diesem Sieg nach Verlängerung liegen die Chemnitzer nun auf Tabellenplatz 2, da der UHC Weißenfels beide Spiele am Wochenende gewinnen konnte. Nichtsdestotrotz, damit liegt man weit über dem Soll und kann die Planungen schon bald Richtung Playoffs ausrichten.

Nicht so erfolgreich verlief die Partie der Damen. Gegen die Igels Dresden musste eine herbe 0-6 Niederlage eingesteckt werden. Dabei erspielte man sich ein reihe guter Möglichkeiten, scheiterte aber allein dreimal am Pfosten. Die Damen der Floor Fighters bleiben damit auf dem vorletzten Tabellenrang.