Spannendes Stadtliga-Kellerduell in Knautkleeberg

Der KSC 1864 gewann 2:1 gegen den Leipziger SV Südwest. Die Highlights der Partie sehen Sie in der Drehscheibe und auf leipzig-fernsehen.de +++

Am Samstag trafen sich in der Leipziger Stadtliga zwei Vereine aufeinander, die den Saisonstart sprichwörtlich verpennt haben. Der KSC 1864 Leipzig empfing den Leipziger SV Südwest. Beide Mannschaften wollten aus dem Tabellenkeller heraus. Die Gäste aus Südwest standen nach sieben Spielen mit nur fünf Punkten da. Und beim KSC war die Situation noch angespannter. Weil die letzten fünf Partien verloren gingen hatten die Hausherren nur drei Punkte auf ihrem Konto.

Zu Beginn der Partie suchten beide Mannschaften das schnelle Spiel nach vorn, allerdings kam es auf beiden Seiten zu zahlreichen Fehlpässen. Eine dieser Situationen konnte der KSC aber recht schnell ausnutzen. Nach einem tollen Pass war Oliver Lieb schneller als die Südwest-Abwehr und umkurvte anschließend noch den Torhüter. 1:0 nach nur fünf Minuten.

Danach fingen sich beide Abwehrreihen und das Spiel wurde intensiver. Folgerichtig kassierte der KSC auch gleich zwei gelbe Karten, wobei vor allem der Karton in der 36. Minute eine große Rolle spielte. Den Freistoß für den SV Südwest legte sich nämlich Steven Klitzing zurecht… und verwandelte direkt. Ausgleich 1:1.

Doch der KSC reagierte keinesfalls geschockt…. und hatte auch ein bisschen Glück. Schiri Falko Duemke wertete einen Zweikampf im Strafraum der Gäste als Foul und entschied auf Elfmeter. Den knallte Mario Gläser humorlos ins Netz. 2:1 zur Halbzeit.

In der zweiten Hälfte verflachte das Spiel zusehens. Beide Trainer wechselten drei Mal, Südwest bekam noch eine Gelbe Karte wegen Meckerns. Doch als die heimischen Fans schon den Sieg feiern wollten, wurde es noch einmal spannend. Steven Klitzing dribbelte sich durch den KSC Strafraum, wurde getroffen und fiel. Elfmeter in der 90. Minute. Nun gilt es im Fußball ja eigentlich als unausgesprochene Regel, dass der Gefoulte nicht selbst zum Strafstoß antritt. Klitzing wollte trotzdem schießen… und vergab auch prompt, weil Patrick Pfefferkorn im KSC-Tor den Braten roch und in der Mitte blieb. Kurz darauf war das Spiel vorbei. Dem KSC 1864 gelingt also der Befreiungsschlag, das Team von Mirko Herrmann steht nun mit sechs Punkten auf Platz 13. Der SV Südwest rutscht auf die 14 ab.