Spannungskopfschmerzen und Migräne häufige Diagnose in Sachsen

Spannungskopfschmerzen und Migräne zählen zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. Laut der Krankenkasse BARMER GEK sind knapp fünf Prozent aller Versicherten im Freistaat davon betroffen, das sind über 200.000 Menschen.

Spannungskopfschmerzen und Migräne zählen zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. Vor allem Frauen fühlen sich dadurch in ihrer Lebensqualität oft stark beeinträchtigt.

So klagten im Jahr 2014 allein bei der BARMER GEK in Sachsen mehr als 21.000 Versicherte bei ihrem Arzt über Migräne oder Spannungskopfschmerzen. Nach einer repräsentativen Auswertung von Versichertendaten der BARMER GEK sind das knapp fünf Prozent aller Versicherten im Freistaat, hochgerechnet auf ganz Sachsen wären das mehr als 200.000 Menschen, die so stark unter den Symptomen leiden, dass sie sich ärztlich behandeln lassen müssen. Mehr Frauen als Männer, aber auch schon Kinder sind betroffen.

Auffällig ist, dass in der Altersgruppe der 20-30 Jährigen sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen im Zeitraum von 2010 bis 2014 die Betroffenenzahlen gestiegen sind. Ebenfalls verdoppelten sich die Betroffenenzahlen bei Männern im Alter von 30-40 Jahren. „Über die Gründe dafür können wir nur spekulieren“, sagt Claudia Szymula, Sprecherin der BARMER GEK in Sachsen. „In diesen Lebensabschnitten werden von den meisten Menschen gleich eine Vielzahl von Entscheidung gefordert. So wird in der Regel die Ausbildung abgeschlossen und mit der Karriereplanung begonnen, parallel vielleicht schon über die Familienplanung nachgedacht. Kurzum der Druck steigt in dieser Lebensphase die Weichen richtig zu stellen“, beschreibt Szymula möglichen Ursachen für die gestiegen Zahlen in diesen Altersgruppen.

Eine weiter deutliche Zunahme fand sich auch bei den 70-80 Jährigen. In den meisten anderen Altersgruppen sind die Zahlen erfreulicherweise gesunken.

Quelle/Fotoquelle: BARMER GEK