Sparkasse schließt Filialen – Unmut in Leipzig

Leipzig – Bereits seit Montag steht fest: Die Sparkasse Leipzig wird ihr Filialnetz neu strukturieren. In Leipzig sollen insgesamt sechs Standorte geschlossen, bzw. mit anderen Filialen zusammengelegt werden.

Bei den Kunden sorgt dies für viel Unmut und Unverständnis – für die Sparkasse jedoch eine notwendige Entscheidung, aufgrund des wirtschaftlichen Drucks in der anhaltenden Niedrigzinsphase. „Bei solchen Überlegungen müssen wir auch wirtschaftlich sein. Außerdem haben wir ein verändertes Kundenverhalten: Es wird immer mehr mobil und weniger in der Filiale gemacht“, erklärt Dr. Frank Steinmeyer, der Pressesprecher der Sparkasse Leipzig.

Eine überproportionale Schließung von Sparkassenfilialen gibt es in Grünau – so liegen hier zwei der sechs zu schließenden Standorte. Dies laufe der positiven Entwicklung des Stadtteils entgegen, so die Grünauer SPD. „Ich verstehe den Pessimismus nicht, was die zukünftigen Besucherzahlen der Filialen angeht“, sagte Stadtratsmitglied Heiko Bär.

Die Zahlen sprechen jedoch für sich: Immer mehr Menschen nutzen das Internet für ihre Bankgeschäfte und der Besuch der Filiale wird somit überflüssig. „Das sind einfach Fakten, mit denen wir umgehen müssen“, so Steinmeyer von der Sparkasse Leipzig.

Die Grünauer Sozialdemokraten möchten trotzdem dagegen vorgehen: „Als erstes werden wir dies bei unseren Bürgerdialogen thematisieren, wir werden die Menschen also drauf aufmerksam machen, um auch politischen Druck zu machen. Und wir werden uns bemühen, mit den Verantwortlichen bei der Sparkasse ins Gespräch zu kommen“, erklärte Bär.

Ab dem 1. Januar 2018 sollen die Veränderungen der Sparkassen-Filialen in Kraft treten.