Sparkassen in Mittelsachsen schließen

Chemnitz - Die Sparkasse Mittelsachsen muss sparen. Zum Anfang des neuen Jahres werden nur noch 27 der 43 Geschäftsstellen übrig bleiben. Ebenso werden rund 100 Arbeitsplätze abgebaut.

Grund für die Sparmaßnahmen ist die anhaltende Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank. Die aufzulösenden 16 Filialen sollen komplett geräumt werden. Weder ein Bankautomat noch ein Überweisungsterminal werden übrig bleiben. Welche Zweigstellen betroffen sind, konnte uns die Sparkasse Mittelsachsen bisher nicht mitteilen. Um den Verlust der Niederlassungen abzufedern, ist eine Direktfiliale in Flöha geplant. Diese soll von Montag bis Freitag von 8 bis 19 Uhr via Telefon und Internet anbieten. Kunden sollen über ihr elektronisches Postfach und via Brief an wichtige Unterlagen kommen. Auch der direkte Kontakt mit dem Sparkassenberater soll noch möglich sein. Die Tour des Sparkassenbusses soll sich vergrößern. Allerdings ist dieser nur ein bis zweieinhalb Stunden an einem Ort.

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Den Sparmaßnahmen fallen nicht nur Niederlassungen, sondern auch Arbeitsplätze zum Opfer. Die Sparkasse will 100 Stellen abbauen. Betriebsbedingte Kündigungen soll es nicht geben. Geplant ist, Mitarbeiter in Rente gehen zu lassen. Mit einigen sollen Vorruhestandsregelungen oder Vereinbarungen über Altersteilzeit abgeschlossen werden.
Über ein Drittel der Sparkassen in Mittelsachsen wird also zum 31. Dezember dieses Jahres die Türen für immer schließen. Ob dies reicht, um die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank abzufedern, wird sich zeigen. Zum Glück sind nicht alle Sparkassen im Land betroffen. Die Sparkasse Chemnitz bleibt von Schließungen verschont.