SPD: „Ratskeller ist der kleine Bruder des BER“

Dresden - Die SPD-Fraktion im Stadtrat kritisiert Verzögerungen beim Dresdner Ratskeller. Seit 15 Jahren ist das Traditionshaus geschlossen. 2015 hätte die Partei bereits einen Antrag gestellt, Vorschläge zur Nutzung vorzulegen. Sechs Beschlusskontrollen und über zwei Jahre später wurden dem Stadtrat allerdings noch immer keine konkreten Vorschläge zur künftigen Nutzung des Ratskellers vorgelegt.

„Die Oberbürgermeisterin wird beauftragt, im Zuge der Fertigstellung des 1. Bauabschnitts zur Sanierung des Rathaus dem Stadtrat bis zum 30. Juni 2015 konkrete Vorschläge zur künftigen Nutzung des Ratskellers zum Beschluss vorzulegen“, hieß es in einem Antrag der SPD-Fraktion vom 30. Januar 2015 zum Ratskeller, den der damalige Ausschuss für Finanzen und Liegenschaften im Frühjahr 2015 so auch beschlossen hatte.

In der jüngsten Beschlusskontrolle der Stadtverwaltung vom 20. November 2017 wird beschrieben, dass der aktuelle Planungsprozess daraufhin ausgerichtet war, „nach Abschluss der notwendigen Sanierungsmaßnahmen bis circa März 2018 eine Wiederinbetriebnahme des Ratskellers für ex- und interne Veranstaltungen (für bis zu 400 Personen) zu erreichen. Auf Grund von Kapazitätsproblemen der Bauindustrie ist eine Terminverschiebung erforderlich geworden.“ Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (B'90/Grüne) teilt weiterhin mit, dass für die genannte Nutzung eine Baugenehmigung vorliegt.
Thomas Blümel, finanzpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion Dresden erklärt dazu:

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„Der Dresdner Ratskeller ist anscheinend der kleine Bruder des Berliner Flughafens. Anders ist es nicht zu erklären, dass dieses traditionsreiche Dresdner Lokal seit 15 Jahren geschlossen vor sich hin dämmert. Die Stadtverwaltung soll endlich die Beschlüsse des Rates erfüllen und nicht immer neue Ausreden erfinden. “