SPD Sachsen: Martin Dulig Spitzenkandidat für Landtagswahl

Mit Martin Dulig an der Spitze zieht Sachsens SPD in die Landtagswahl am 31. August. Die Genossen schenkten dem Parteichef ein Ergebnis von 89 Prozent. Damit sieht sich der 39-Jährige gestärkt für den kommenden Wahlkampf. +++

Die letzten drei Landtagswahlen waren ein Desaster für die sächsische SPD. Stets erreichte sie nur rund 10 Prozent der Stimmen. Zur Landtagswahl 2014 soll nun ein deutlich besseres Ergebnis her.

Am Wochenende stellten die Sozialdemokraten nun in Frankenberg ihre Kandidaten dafür auf. Mit Martin Dulig an der Spitze zieht Sachsens SPD in die Landtagswahl im August dieses Jahres. Die Genossen schenkten dem Parteichef ein Ergebnis von 89 Prozent. Damit sieht sich der 39-Jährige gestärkt für den kommenden Wahlkampf.

Intverview im Video mit: Martin Dulig (SPD), Landesvorsitzender

In seiner Rede beschwor Dulig den Zusammenhalt in der sächsischen SPD und forderte seine Genossen auf, mehr auf die Menschen im Freistaat zuzugehen. Das Vertrauen der Menschen in die Politik müsse wieder gestärkt werden, so der Landesvorsitzende der Sozialdemokraten. Für den Wahlkampf werde die SPD vor allem auf die Themen Bildung und gerechte Löhne setzen. Hier sieht Dulig die größten Versäumnisse der regierenden CDU.

Intverview im Video mit: Martin Dulig (SPD), Landesvorsitzender

Hinter Dulig gehen die ehemalige Ministerin für Wissenschaft und Kunst Eva-Maria Stange aus Dresden und Generalsekretär Dirk Panter aus Leipzig auf den Plätzen zwei und drei in den Wahlkampf. Bei der Wahl der weiteren Listenplätze war es dann mit der viel beschworenen Harmonie innerhalb der Sozialdemokraten vorbei.

Es kam zu einigen Kampfabstimmungen um aussichtsreiche Platzierungen, bei deren Ergebnissen sich die kleineren Kreisverbände gegenüber den Dresdner Genossen benachteiligt fühlten. Mit den 59 Kandidaten der Landesliste glaubt Martin Dulig dennoch, ein schlagkräftiges Team versammelt zu haben.

Intverview im Video mit: Martin Dulig (SPD), Landesvorsitzender

Auf ein angestrebtes Ergebnis oder mögliche Koalitionspartner möchte sich der Spitzenkandidat allerdings nicht festnageln lassen. Ob die sächsische SPD sich aus ihrem Tief befreien kann, wird die Landtagswahl am 31. August zeigen. Derzeit würden nach aktuellen Umfragen zwischen 12 und 17 Prozent der Sachsen den Sozialdemokraten ihre Stimme geben.