SPD Stange: Stadträte zeigen Lernbereitschaft in Sachen 74. Grundschule in Dresden

Die 74. Grundschule im Dresdner Westen soll nach einer Entscheidung des Ausschusses für Schule und Verwaltung des Dresdner Stadtrats erweitert und in den aktuellen Entwurf des Schulnetzplans 2012 aufgenommen werden. +++

Dr. Eva-Maria Stange, SPD-Landtagsabgeordnete für den Dresdner Westen, begrüßt die Entscheidung des Ausschusses für Schule und Verwaltung des Dresdner Stadtrats, eine Erweiterung der 74. Grundschule in den aktuellen Entwurf des Schulnetzplans 2012 aufzunehmen:

„Auch wenn leider noch Vieles im Schulnetzplan für den Dresdner Westen kritikwürdig bleibt, so hat doch wenigstens das langjährige Drängen und Mahnen der Elternschaft, Lehrer und Schüler erste Erfolge gezeigt: Die Mitglieder des Stadtratsausschusses für Schule Verwaltung erkennen die Notwendigkeit einer Erweiterung der 74. Grundschule an. In einem interfraktionellen Änderungsantrag zum bisherigen Entwurf des Schulnetzplans 2012 fordern sie einstimmig die Landeshauptstadt Dresden auf, den zweizügigen Ausbau der Schule zu prüfen. Damit ist eine wichtige Hürde erreicht. Nun muss auch der gesamte Stadtrat dieser Forderung in seiner Sitzung am 12. Juli zustimmen und die Oberbürgermeisterin den Auftrag erfüllen. Gleichfalls bleibt noch viel zu tun. Denn zunächst gilt es, zügig ein geeignetes Grundstück für den Erweiterungsbau zu finden und zu erwerben. Die Menschen vor Ort werden ganz genau hinschauen, wie ernst es der Stadt ist und sie immer wieder zum möglichst schnellen Handeln ermahnen.

Andererseits hätte ich mir gewünscht, dass auch ein anderer fehlerhafter Aspekt des bisherigen Schulnetzplanentwurfs überarbeitet wird. So ist die anvisierte Neuordnung der Grundschulbezirke Cotta 1 und Cotta 2 für viele betroffene Eltern und Schüler aus Altfranken und Neugorbitz unzumutbar. Die betroffenen Schüler müssten dadurch weitaus längere Schulwege auf sich nehmen. Denn die Altfrankener Kinder dürften dann bspw. nicht mehr nach Gompitz, sondern müssten bis nach Löbtau-Süd zur Schule gehen oder fahren. Vollkommen unklar bleibt, ob die neue Grundschule auf der Saalhausener Str. überhaupt eröffnet wird und somit zur Entlastung der Überkapazitäten im Stadtgebiet beitragen kann. Ohne sie wird es kaum möglich sein, endlich auch kleinere Grundschulklassen für eine integrative Beschulung von Kindern mit Behinderung zu ermöglichen. Kurze Wege für kurze Beine – auch im Dresdner Westen und für alle Grundschulkinder!

Da erscheinen zwei Lösungen sehr viel besser: Angesichts der generellen Anerkennung einer Zweizügigkeit der 74. Grundschule und des damit ausgeweiteten Platzangebots sollten die Altfrankener auch künftig im Gompitzer Einzugsgebiet verbleiben. Zusätzlich sollten Dresden und Freital eine Vereinbarung abschließen, die den Besuch der Altfrankener Grundschüler in Pesterwitz ermöglicht. Aktuell ist dies nur mit aufwändigen Ausnahmegenehmigungen möglich.“

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