Spiele abgesetzt

Der Sächsische Fußballverband sagt 60 Spiele ab.

Betroffen davon sind Begegnungen am kommenden Wochenende in der Sachsenliga sowie das Pokalviertelfinale und sämtliche Pflichtspiele der Herren im Bezirksverband Leipzig.   
 
Am dritten Februarwochenende wird der 16. Spieltag der Wernesgrüner Sachsen-Liga (Landesliga Herren) nicht ausgetragen. 
Das Pokalviertelfinale zwischen dem FC Sachsen Leipzig und dem VfB Auerbach 1906 findet ebenfalls nicht, wie vorgesehen am 17. Februar, statt. 
Weiterhin wurden im Bezirksverband Leipzig sämtliche Pflichtspiele der Herren abgesetzt. Dies betrifft neben der Bezirksliga und den Bezirksklassen ebenfalls den gesamten Spielbetrieb in den jeweiligen Kreisen. Ausweichtermine stehen noch nicht fest.
  
 
Dies hat das Präsidium des Sächsischen Fußball-Verbandes auf einer außerordentlichen Sitzung am Dienstag in Leipzig beschlossen. Damit reagiert der Verband auf die Krawalle am vergangenen Samstag, die nach dem Pokalspiel zwischen dem 1. FC Lok Leipzig und dem FC Erzgebirge Aue II in der Messestadt eskalierten. Mit dieser Entscheidung kommt der Verband dem Vorschlag des DFB-Präsidenten Dr. Theo Zwanziger nach, der für das Absetzen der Spiele im Bereich des Landesverbandes Sachsen bereits öffentlich plädierte.
 
 
 
DFB-Präsident Zwanziger begrüßt Spielabsetzungen in Sachsen 

Dr. Theo Zwanziger, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), hat die Entscheidung des Sächsischen Fußball-Verbandes (SFV), den Spielbetrieb in einigen Spielklassen am kommenden Wochenende auszusetzen, ausdrücklich begrüßt. „Ich freue mich, dass sowohl die Partien der Landesliga als auch alle Spiele im Männerbereich des Bezirkes Leipzig abgesetzt werden. Die Vereine der zuletzt von den Ausschreitungen betroffenen Region setzen ein deutliches Zeichen der Solidarität in Richtung der Polizei und zeigen, dass Gewalt in und um die Fußballplätze Sachsens nicht toleriert werden kann. Besonders danke ich dem SFV-Präsidenten Klaus Reichenbach, der sich für die Umsetzung der von mir angeregten Spielabsetzungen stark gemacht hat“, so Zwanziger.
 
Darüber hinaus zeigte der DFB-Präsident Verständnis dafür, dass der Spielbetrieb in den Bezirken Chemnitz und Dresden an diesem Wochenende wie geplant abgehalten wird: „Es gibt Gründe wie beispielsweise den Kartenvorverkauf oder andere organisatorische Dinge, die gegen die Spielabsetzungen in diesen Ligen sprechen und die wir respektieren müssen. Aber auch die Vereine dieser Regionen haben in der heutigen Besprechung deutlich ihre Solidarität zu den in Leipzig angegriffenen Polizisten zum Ausdruck gebracht.“
  
 
Das Sportgericht des SFV will die Verhandlung noch im Februar ansetzen. Der Vorsitzende Richter Stephan Oberholz (Leipzig) kündigte eine „harte Linie“ an. Er werde prüfen, ob auch die Vorfälle nach dem Spiel in das Urteil einbezogen werden können. Laut Oberholz gibt es im Strafenkatalog des Verbandes viele Möglichkeiten für harte Sanktionen. Den konkreten Fall will Oberholz aber erst nach Eingang aller relevanten Berichte bewerten. Danach werde er den Termin der mündlichen Verhandlung festlegen.

Quelle: DFB

Hier erfahren Sie aktuelle Fußball-Ergebnisse!

Immer informiert: Mit dem kostenlosen SACHSEN FERNSEHEN Newsletter!