Spiele-Messe „gamescom“ in Köln macht Verlust – Leipzig wird nicht übernehmen!

Wie die BILD-Zeitung berichtete, erweist sich die seit 2009 in Köln stattfindende Spiele-Messe „gamescom“ als Verlustgeschäft. Nach Leipzig, wo die Messe unter dem Namen „Games Convention“ große Erfolge feierte, wird sie allerdings nicht zurückkehren. +++

Bis zum Umzug nach Köln war die Messe „Games Convention“ in Leipzig äußerst erfolgreich. Die letzte Auflage in der Messestadt besuchten rund 203.000 Besucher. Grund für die Verlagerung ins Ruhrgebiet waren unter anderem die auslaufenden Verträge zwischen der Leipziger Messe GmbH und dem Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU), der die Computerspiel-Branche in Deutschland vertritt. Außerdem war man beim BIU der Überzeugung, in Leipzig nicht mehr wachsen zu können. In Köln seien die Bedingungen besser, so die Verantwortlichen beim Bundesverband.

Ein interner Prüfbericht soll nun allerdings ergeben haben, dass die Kölner „gamescom“ jedes Jahr rund eine halbe Million Euro Verlust mache. Grund sind die im Vergleich zu Leipzig deutlich höheren Mieten und sonstigen Logistik-Kosten für die Spiele-Publisher. In diesem Jahr sind deshalb bereits die Branchengrößen Microsoft und Nintendo nicht auf der „gamescom 2012“ vertreten.

Laut dem Gutachten könnte die „gamescom“ in Köln 2012 vielleicht zum letzten Mal stattfinden. Laut den Berichten der BILD-Zeitung raten Experten, zu überlegen, wie wirtschaftlich das Weiterführen der Messe in Köln wäre.

Kehrt eine der wichtigsten Spielemessen also bald vielleicht nach Leipzig zurück? Auf Anfrage von LEIPZIG FERNSEHEN wiegelte man bei der Leipziger Messe GmbH allerdings ab und signalisierte keinerlei Ambitionen, die „Games Convention“ nach Leipzig zurück zu holen. Bezüglich des Prüfberichtes ihrer Kölner Kollegen wollte man sich nicht äußern.

Fakt ist: Leipzig hat die „Games Convention“ im Jahre 2002 ins Leben gerufen und sie bis 2008 zu einer der wichtigsten Computerspiele-Messen der Welt aufgebaut. Erfahrung mit der Messe und der Organisation hat man in Leipzig also. Eine Rückkehr in die Messestadt wäre auch im Sinne der Aussteller. Gegen deren Willen zog man 2009 nämlich nach Köln. Anscheinend hat Leipzig also vieles richtig gemacht. Und was noch viel wichtiger ist: Ein Verlustgeschäft war die „Games Convention“ nie…