Spielkommentar von Andreas Staudte: USA gegen Brasilien

In einem spannenden Viertelfinalspiel gewinnen die USA-Frauen in Unterzahl gegen Brasilien erst im Elfmeterschießen. Spielerin des Tages war die Torhüterin der US Girls, Hope Solo. +++

Die 29-jährige Torhüterin ist nicht nur ein optischer Hingucker, nein, sie macht auch in Sachen Strafraumbeherrschung einiges her. Die Brasilianerinnen hatten den ersten Gegentreffer bereits nach 2 Minuten gefangen (Daiane ET), in der ersten Halbzeit war das US-Team stärker. Martha dribbelte sich ein ums andere Mal frei und sorgte mit ihren Schüssen für Gefahr – doch die USA hatte etwas dagegen zu setzen – Hope Solo. Die Spielerinnen vom Zuckerhut rannten sich die Seele aus dem Leib, den Ausgleich konnten Sie jedoch erst nach einem Elfmeter erreichen. Den ersten Elfer hatte Hope Solo noch halten können, doch die Schiedsrichterin, lies den Strafstoß aus für die Zuschauer unerklärlichen Gründen wiederholen. Zuvor sah Rachel Buehler wegen Notbremse Rot. Die doppelte Bestrafung eines Teams mit Roter Karte und Strafstoß sollten die FIFA-Bosse unserer Meinung nach dringend überdenken. In der Folgezeit brachten die Brasilianerinnen das Publikum durch diverse Schauspieleinlagen und Zeitspiel zum Kochen, der Hexenkessel Harbig-Stadion bebte förmlich.

Die Verlängerung sorgte dann weiter für Spannung. Brasilien ging diesmal in Führung, doch die USA machte mit Teamgeist und vollem Einsatz in Unterzahl den Rückstand wett. Abby Wambach machte per Kopf in der zweiten Minute der Nachspielzeit der Verlängerung den Ausgleich – das Publikum war da, ob der Leidenschaft der Amerikanerinnen längst außer sich vor Freude. U S A, U S A schallte es durchs Stadion. Das Elfmeterschießen ist schnell erzählt. USA hatte ja Hope Solo, die Elfmeterkillerin aus St. Louis. Solo hielt auch den Elfer von Daiane und Ali Krieger hämmerte den entscheidenden Elfer in die Maschen. Abby Wambach gab vor der Abfahrt des Busses um kurz vor 22 Uhr noch fleißig Autogramme, die vielen Kinder am Rudolf Harbig Stadion wird’s auf jeden Fall gefreut haben.

Autor: Andreas Staudte

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