Sportfreundliche Kommune 2010: Krostitz, Rochlitz und Riesa

Bei dem sachsenweiten Wettbewerb haben sich drei frühere Siegerkommunen durchgesetzt. Sportminister Roland Wöller ehrte die Gewinner am Dienstagabend in Dresden. +++

Sportfreundliche Kommune 2010: Krostitz, Rochlitz und Riesa siegenKrostitz (Nordsachsen), Rochlitz (Mittelsachsen) und Riesa (Meißen) sind die Sieger im diesjährigen Wettbewerb „Sportfreundliche Kommune“ des Landessportbundes Sachsen (LSB). Sportminister Roland Wöller und LSB-Präsident Eberhard Werner überreichten heute (25. Mai 2010) in Dresden Urkunden und Gütesiegel, mit denen die Kommunen künftig für sich werben dürfen. Zudem erhielten die drei besten Bewerber eine Prämie in Höhe von 5.000 Euro, die zweckgebunden für die weitere Förderung des Sports vor Ort eingesetzt werden soll. Insgesamt hatten sich 19 sächsische Städte und Gemeinden um den Titel „Sportfreundliche Kommune 2010“ beworben.

Sportminister Roland Wöller lobte das große Engagement der Kommunen für den Sport: „Der Wettbewerb ‚Sportfreundliche Kommune‘ zeigt, was unsere sächsischen Städte und Gemeinden im Bereich Sport bereits über die Jahre alles geleistet haben. Ohne die gebührende Würdigung des Ehrenamtes, ohne einen intensiven Dialog zwischen Vereinen, Kommunen und Öffentlichkeit wäre der Breitensport in Sachsen nicht denkbar.“

Landessportbund-Präsident Eberhard Werner sagte: „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, das Bündnis für den Sport gerade auch im Verhältnis zu den sächsischen Städten und Gemeinden zu stärken. Wir sind auf diesem Weg ein gutes Stück vorangekommen. Das zeigt auch die Qualität der Bewerbungen, die insgesamt sehr hoch ist. Mit dem Wettbewerb möchten wir außerdem den Stellenwert der kommunalen Unterstützung für den Sport im Freistaat betonen.“

Die Gemeinde Krostitz setzte sich in der Wettbewerbskategorie der kleineren Städte und Gemeinden (bis 5.000 Einwohner) durch. Unter den rund 20 Prozent sportlich aktiven Einwohnern der Gemeinde sei vor allem der Anteil von Kindern und Jugendlichen überdurchschnittlich hoch. Krostitz lebe von einer außerordentlichen Vielfältigkeit seiner sportlichen Angebote und könne beachtliche sportliche Erfolge vorweisen. Die Sportstättennutzung sei für alle Vereine weiterhin kostenfrei und die Gemeinde habe beträchtliche Investitionen in die sportliche Infrastruktur geleistet. Krostitz hatte den Wettbewerb „Sportfreundliche Kommune“ bereits zu dessen Premiere im Jahr 2006 für sich entschieden.

Auch in der Kategorie von 5.000 bis 10.000 Einwohnern setzte sich mit der Stadt Rochlitz ein früherer Titelträger durch. Die Entscheidung basiert auf den erfolgreichen Bemühungen, die Bedingungen für den Sport und die Sporttreibenden nachhaltig zu verbessern. Die gesonderten Richtlinien zur Förderung des Sports sowie der Kinder- und Jugendarbeit, die Unterstützung von Sportveranstaltungen und Vereinen mit mehr als 150.000 Euro und umfangreiche Investitionen für Sanierung und Bau von Sportanlagen zeigen, dass diese Stadt in ihre Zukunft investiert. Ein weiteres Gütesiegel vergab die Jury in dieser Kategorie an die Stadt Olbernhau.

In der Kategorie der größten Städte (über 10.000 Einwohner) sah die Jury die Stadt Riesa ganz vorn. Die Sportförderung ist gut strukturiert, die Sportlandschaft umfassend, Breiten- und Leistungssport bilden eine Einheit und ergänzen einander. Das Selbstverständnis für den Sport ist in der Stadtverwaltung verankert, die Sportförderung setzt auf Nachhaltigkeit statt Aktionismus. Das ermöglicht sowohl die Pflege einer guten sportorientierten Basis, als auch die Etablierung neuer Ansätze wie einer Turn-Talenteschule. Mit dem Gütesiegel „Sportfreundliche Kommune 2010“ dürfen in dieser Kategorie außerdem die Städte Grimma und Annaberg-Buchholz für sich werben. Darüber hinaus vergab die Wettbewerbsjury in diesem Jahr zwei Gütesiegel als Sonderpreise. Mit dem Streben nach einem nachhaltigen Sportkonzept sowie der Etablierung eines sportbezogenen Netzwerks bei kostenloser Bereitstellung kommunaler Sporteinrichtungen für Kinder und Jugendliche überzeugte die Stadt Eibenstock. Auch Freital hat mit sehr umfangreichen Investitionen in Sportstätten seit dem Jahre 1996 und dem Vorantreiben eines Sportstättenentwicklungskonzepts einen richtigen Weg eingeschlagen.

Die bisherigen Sieger des Wettbewerbs
(Kategorien: bis 5.000, 5.000 bis 10.000, über 10.000 Einwohner)

2009: Jöhstadt, Großschönau, Pirna – Sonderpreis: Rochlitz
2008: Schildau, Sebnitz, Hoyerswerda – Sonderpreis: Dresden
2007: Doberschütz, Rochlitz, Annaberg-Buchholz
2006: Krostitz, Naunhof, Riesa

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus und Sport

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