Sportverbände tagen in Leipzig: Netzwerktreffen gegen Rassismus und Gewalt im Fußball

Sowohl der Deutsche Fußball-Bund, als auch die einzelnen Landesverbände sind seit Jahren bestrebt, gegen den wachsenden Rassismus und Diskriminierung im Sport vorzugehen. Am Donnerstag traf sich das deutschlandweite Netzwerk daher in Leipzig. +++

Rechtsextremismus und Diskriminierung sind gesellschaftliche Phänomene, die sich in der Vergangenheit auch immer mehr im Sport, speziell im Fußball, manifestiert haben. Da diese Problematiken jedoch nicht nur vereinzelt, sondern bundesweit auftreten, ist es notwendig, dass die verschiedenen Verbände zusammenarbeiten und ihre Initiativen und Projekte zusammenführen.

Deshalb fand in Leipzig das bereits 2. Netzwerktreffen „Gemeinsam gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt im Fußball“ statt. An der Sportschule „Egidius Braun“ trafen sich Vertreter verschiedener Sportverbände aus Bund und Ländern. Ein deutliches Signal, denn auch in Leipzig gibt es seit Jahren immer wieder Probleme mit Rechtsradikalismus, Rassismus und Gewalt in den Stadien.

Thematische Schwerpunkte des Netzwerktreffens waren daher unter anderem auch die Sportgerichtsbarkeit, der Präventions- und Antidiskriminierungstag oder der Umgang mit der Presse und den Medien.

Als Ergebnis der Konferenz wurde beschlossen die kleinen Regionalvereine gezielter zu unterstützen. So sollen ausgebildete Fachkräfte eingesetzt werden, die den Landesverbänden zur Verfügung stehen, um den Vereinen bei konkreten Problemen gezielter helfen zu können. Außerdem sollen das bereits bestehende Online-Meldesystem verstärkt zum Einsatz kommen und die Vereine bei Verstößen gegen die Stadienordnungen härter durchgreifen.