Sprachförderung in sächsischen Kitas

„Kinder lernen das Sprechen fast von allein. Umso mehr kommt es bei der Sprachförderung auf gute Vorbilder an. Ein sprachlich anregender Alltag in der Familie und in der Kindertageseinrichtung sind entscheidend für den späteren Bildungserfolg“, so Kultusminister Roland Wöller am Mittwoch auf der Abschlussveranstaltung des Landesmodellprojekts „Sprache fördern“.

Mit dem vierjährigen Projekt hat Sachsen ein Fortbildungsprogramm für Erzieher entwickelt. Es soll die Pädagogen dazu befähigen, die Sprachförderung von Anfang an in den Kita-Alltag zu integrieren. „Das bedeutet aber nicht, dass die Sprachentwicklung dem Zufall überlassen wird“, so Wöller. Wie genau die Sprachförderung im Alltag aussehen muss, ist Gegenstand des Fortbildungsprogramms, welches mit Hilfe von sechs Modell-Kitas entwickelt wurde.

Die Fortbildung über 80 Stunden soll zunächst die über das Bundesprogramm „Sprache und Integration“ zusätzlich eingestellten Fachkräfte in 142 sächsischen Kitas unterstützen. „Entscheidend für die Qualität der frühkindlichen Bildung ist die Sprachförderung. Sprache ist für die soziale Teilhabe und den weiteren erfolgreichen Bildungsweg unabdingbar“, so Wöller, der aber auch deutlich machte, dass neben Kita und Schule vor allem auch das Elternhaus hier eine große Verantwortung trägt.

Für Kinder mit erheblichen Sprachstörungen ist eine Zusammenarbeit der Erzieher mit Logopäden oder Sprachtherapeuten notwendig. Informationen dazu liegen in Form eines Ringordners „Sprechen wir gleich richtig“ für alle sächsischen Kindertageseinrichtungen vor. In Folge des Landesprojekts wird der Ordner überarbeitet und den rund 2.800 Kindertageseinrichtungen übergeben.

Die sechs beteiligten Modell-Kindertageseinrichtungen:
Kita Thünenstraße in Leipzig – Eutritzsch, die Kita „Knirpsenland in Meltewitz (Landkreis Leipzig), der Kita-Verbund Oberlosa (Plauen), die Kita „Knirpsenhaus“ in Marienberg (Erzgebirge), die Kita „Bunte Kinderwelt“ Dresden-Plauen und die Kita „Zwergenland“ Steinigtwolmsdorf (Bautzen)