Sprayer in Dresden

Der Stress mit der Spray-Kunst – Graffiti-Schmierereien sind immer wieder Gegenstand öffentlichen Ärgernisses.

Im vergangenen Jahr ist die Straftaten-Quote der Sprayer wieder angestiegen auch in Dresden.
1.500 Fälle wurden allein in Dresden im vergangenen Jahr registriert. Das ist ein Anstieg um etwa 10 Prozent gegenüber 2005. Illegales Graffiti verursachte im gesamten Freistaat über 1.5 Mio Euro Schaden. Illegal wird Graffiti schnell sobald ohne Einwilligung der Eigentümer an öffentlichem oder privatem Eigentum herumgeschmiert wurde. Immer wieder mit Graffiti-Schmierereien zu kämpfen haben auch die Dresdner Verkehrsbetriebe. Jährlich entstehen dem DVB dadurch ½ Mio Euro Schaden. Insbesondere Nachts und an Wochenenden sind die Sprayer unterwegs. Auch die zerkratzten Scheiben sind immer wieder ein Problem. Die Videoüberwachung in den neuen Straßenbahnen soll bei der Aufklärung helfen, doch die gestaltet sich schwierig. Nur etwa jede fünfte Straftat konnte im vergangenen Jahr in Sachsen aufgeklärt werden das sind ca. 20 Prozent. Die Polizei setzt sowohl auf Prävention, als auch auf Repression. Repression heißt Strafverfolgung oftmals lassen sich anhand der Unterschriften, welche die Täter hinterlassen, einer Person gleich mehrere Taten zuweisen. Die andere Seite ist die präventive Arbeit. Da setzt die Polizei auf die Zusammenarbeit mit Schulen und Jugendeinrichtungen. Ein Beispiel für kriminalpräventive Arbeit und legales Graffiti ist die Bahnbögengalerie an der Könneritzstraße. Unter der Leitung eines Jugendvereins sind hier Graffiti-Wände legal gestaltet worden. Illegales Graffiti aber bleibt ein teures Vergnügen. Allein eines der Kunstwerke kann schon einen Schaden von bis zu mehreren Tausend Euro verursachen. Die Sprayer machen sich nicht nur strafbar, sondern haben das dann auch noch alles zu verantworten.