Sprengstoffanschläge von Dresden – Tatverdächtiger festgenommen

Dresden - Nach den Sprengstoffanschlägen am Kongresszentrum und der Moschee in Cotta Ende September, hat es jetzt eine Festnahme gegeben. Die Ermittlungen führten zu Hinweisen auf einen 29-jährigen Mann aus Dresden. Es soll sich um einen ehemaligen Redner von PEGIDA handeln. Freitagvormittag wurde der Beschuldigte einem Haftrichter vorgeführt.

Am Donnerstag wurden im Ermittlungsverfahren der Generalstaatsanwaltschaft Dresden, der Integrierten Eimittlungseinheit Sachsen und des Operativen Abwehrzentrums ein Haftbefehl sowie zwei Durchsuchungen in Dresden realisiert.
Bei den durchgeführten Maßnahmen konnten diverse Gegenstände gesichert werden, die mutmaßlich zur Herstellung von Spreng- und Brandvorrichtungen genutzt werden können. Im Ergebnis von kriminaltechnischen Untersuchung stimmen außerdem die an verschiedenen Tatmitteln gesicherten DNA-Spuren mit der DNA des Beschuldigten überein.

© Roland Halkasch

Dieser wurde festgenommen und muss sich nun wegen des Verdachts des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion an der Fatih Camii Moschee verantworten. Darüber hinaus besteht der Verdacht, dass der Tatverdächtige auch im Zusammenhang mit der Sprengstoffexplosion am 26.09.2016 auf der Freitreppe des Internationalen Congress Centrums (ICC) in Dresden sowie den platzierten Sprengattrappen im Bereich der Dresdner Marienbrücke steht.
Freitagvormittag wurde der Beschuldigte einem Haftrichter vorgeführt.
Im Oktober hatte die Polizei mit einem Video aus der Tatnacht über eine Öffentlichkeitsfahndung nach dem Täter gesucht.

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