Spritpreise belasten Chemnitzer Unternehmen

Die Benzinpreise an den Tankstellen in und um Chemnitz steigen und steigen.

Doch nicht nur vielen privaten Autofahrern fällt seit einiger Zeit jede Fahrt zur Tankstelle schwer. Auch Unternehmen im Güter-und Personenverkehr stöhnen immer mehr unter dem Druck der steigenden Spritpreise.

Wer in diesen Tagen an die Tankstellen in Chemnitz fährt, dem dürfte sich dieses oder ein ähnliches Bild bieten. Spritpreise bei denen die Autofahrer nur noch rot sehen. Doch nicht nur wer mit dem privaten Auto an die Zapfsäule fährt, muss tiefer in die Tasche greifen. Auch die Gewerbetreibenden sind ratlos angesichts dieser Preissteigerungen. Gerade im Güter-und Personenverkehr bringen die hohen Spritkosten imense Probleme mit sich.

Probleme mit denen sowohl kleine als auch große Fuhrunternehmen zu kämpfen haben und die nicht zuletzt sogar zum Konkurs führen können.

Interview: Michael Lohse – Spediteur/ Präsident IHK Südwestsachsen

Am Ende dieser Kette steht also wieder der Verbraucher, der, wenn selbst Autofahrer, nicht nur an der Tankstelle mehr berappen muss, sondern künftig auch bei vielen anderen Dingen des täglichen Bedarfs. Die Wirtschaft stöhnt unter dem Druck der steigenden Spritpreise.

Vom Taxi über Lieferservice bis hin zum Güter-und Personennah-und Fernverkehr – alles, was motorisiert auf den Straßen unterwegs ist, muss früher oder später tanken- und das zu horrenden Preisen. Auch die CVAG macht da keine Ausnahme.

Interview: Stefan Tschök – Pressesprecher CVAG

Rund 2 Millionen Liter Dieselkraftstoff verbrauchen die Busse der CVAG pro Jahr – auch das neue Liniennetz konnte daran nicht viel ändern. Nur ein Cent pro Liter Diesel Preissteigerung im Jahr hinterlässt dabei Mehrkosten von 20.000 Euro.

Interview: Stefan Tschök – Pressesprecher CVAG

Hilflosigkeit seitens der Unternehmen aber auch scheinbare Tatenlosigkeit seitens der Politik prägen das Bild. Der Ruf nach Steuererleichterungen wird dabei genauso laut wie die Forderung nach politischen Vorgaben für spritsparende Techniken in der Automobilindustrie oder die Wiedereinführung der vollen Pendlerpauschale. Dinge die jedoch noch auf sich warten lassen, während die Benzinpreise die Inflation weiter antreiben.

Interview: Michael Lohse – Spediteur/ Präsident IHK Südwestsachsen

Zwar ist Deutschland spritpreismäßig noch hinter den Niederlanden und Belgien, doch zum Beispiel Frankreich und Spanien machen mit rund 1,20 pro Liter Super vor – es geht auch günstiger. Diese Preise werden in Deutschland wohl nicht mehr zu sehen sein, denn der Rohstoff Öl wird knapper und damit künftig auch eines – immer teurer.