Staatsanwaltschaft Dresden veranlasst bundesweite Großrazzia

Wegen Betrugsverdacht und Insolvenz-Verschleppung Durchsuchungen in neun Bundesländern. Betrüger kommen aus Sachsen. +++

Im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Dresden wegen des Verdachts der vorsätzlichen Insolvenzverschleppung und des vielfachen gewerbsmäßigen Betruges haben Staatsanwälte und Ermittler des LKA Sachsen gestern 28 Firmen und Wohnungen durchsucht.

Den insgesamt fünf Beschuldigten wird vorgeworfen über ein Online-Portal Franchise-Lizenzen gegen eine Gebühr von ca. 20.000 Euro für den Betrieb eines regionalen Krankenfahrdienstes angeboten zu haben. Den getäuschten Unternhemern wurde vorgespiegelt, dass bereits

bundesweit Verträge mit Krankenkassen bestehen. Da es diese Verträge nicht gab mussten viele der Geprellten Insolvenz anmelden. Insgesamt haben sich die Betrüger damit rund 500.000 Euro ergaunert.

In Sachsens gab es unter anderem in Dresden, Leipzig und Chemnitz Durchsuchungen.Bundesweit standen Objekte in Baden-Württemberg, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg im Fokus der Fahnder.

Beschlagnahmt wurden Computer und Datenträger sowie jede Menge Geschäftsunterlagen, die nun von Staatsanwaltschaft Dresden ausgewertet werden. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um eine Frau und vier Männer, die alle in Sachsen wohnen.