Staatsanwaltschaft klagt ersten Kino.to-Betreiber in Leipzig an

Noch in diesem Jahr muss sich der erste der gefassten Betreiber des illegalen Internet-Filmportals „kino.to“ vor dem Leipziger Landgericht verantworten. Die Generalstaatsanwaltschaft hat Anklage gegen einen 29-jährigen Mann erhoben. +++

Dem Angeklagten Bastian P. wird Urheberrechtsverletzung in mehreren Millionen Fällen vorgeworfen. Allein dafür drohem dem 29-jährigen Hamburger bis zu drei Jahre Gefängnis.

Jahrelang soll Bastian P. mit kino.to und den illegalen Links von bis zu 30.000 Blockbustern Millionen an Werbegeldern gescheffelt haben. Bei der europaweiten Razzia im Juni 2011 war auch der mutmaßliche „kino.to“-Betreiber Dirk B. und weitere elf Hintermänner festgenommen worden.

Das Landgericht Leipzig wird in den nächsten Tagen über die Zulässigkeit weiterer Verhandlungen entscheiden.

Allen Angeklagten drohen zu den strafrechtlichen- auch zivilrechtliche Klagen durch die Filmindustrie. Neben hohen Haftstrafen könnten auch Bußgelder von bis zu 20.000 Euro pro Film auf die Filmpiraten zukommen.