Staatsministerin Christine Clauß wiedereröffnet das Vereinshaus des Durchblick e.V.

Staatsministerin Christine Clauß hat heute das Vereinsgebäude der Psychiatriebetroffeneninitiative Durchblick e.V. in der Mainzer Straße in Leipzig wiedereröffnet.

„Die zahlreichen Angebote des Vereins für psychisch kranke Menschen können endlich in den neu sanierten Räumen angeboten werden“, freute sich die Gesundheitsministerin. Neben dem Büro des ambulant betreuten Wohnens, Krisenzimmern, einer Kontakt- und Beratungsstelle, einem Nachtcafé, Kreativangeboten und Arbeitsmöglichkeiten für psychiatriebetroffene Menschen beherbergt das Vereinsgebäude auch das sächsische Psychiatriemuseum.

„Ihre Angebote sind fester Bestandteil der psychiatrischen Versorgungslandschaft in der Stadt Leipzig.“ Mit diesen Worten bedankte sich Christine Clauß bei den Mitarbeitern des Vereins für ihre Arbeit. Etwa 50 vorwiegend psychiatrieerfahrene Menschen gestalten aktiv die lebendige Vereinsarbeit des Durchblick e.V., der in besonderem Maße die Eigeninitiative und Selbstbestimmung psychiatrieerfahrener Menschen vertritt.

Der Durchblick e.V. wurde im Jahr 1990 als Psychiatriebetroffeneninitiative aus einem Kreis psychiatrieerfahrener Menschen heraus gegründet, der sich schon in den 80-er Jahren in privatem Rahmen getroffen hat. In der Wendezeit beteiligte sich der Verein aktiv an der politischen Aufarbeitung der psychiatrischen Versorgung in der DDR. Die Sanierung des Vereinsgebäudes wurde durch den Freistaat Sachsen gefördert. Mittel dazu wurden aus dem Vermögen der Partei- und Massenorganisationen der DDR zur Verfügung gestellt und stehen für eine symbolische Wiedergutmachung für DDR-Unrecht auf dem Gebiet der Psychiatrie.