Staatsministerin gründet Gleichstellungsbeirat

Sachsens Staatsministerin Christine Clauß wird am 1. Juni dieses Jahres einen Gleichstellungsbeirat ins Leben rufen. Der Beirat hat die Aufgabe, zur Verwirklichung der Chancengleichheit sowie zur Verbesserung der jeweiligen Lebenssituation von Frauen und Männern in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft beizutragen. Gleichzeitig soll der Beirat die in Sachsen tätigen Verbände und Gruppen fördern.

„Ich möchte nicht, dass das Thema Gleichstellung politisch zerrieben wird: Daher habe ich mich entschlossen, ein überparteilich arbeitendes und unabhängig aufgestelltes Gremium ins Leben zu rufen“, so Sachsens Gleichstellungsministerin Clauß heute in Dresden.

„Hier werden nicht nur unsere Vereinigungen und Verbände ihre Mitspracherechte haben, sondern auch unabhängige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Bildungsarbeit, der Soziologie oder etwa Arbeitsmarktforschung. Wichtige Fachanalysen aus den unterschiedlichen Bereichen werden den Diskussionsstand ergänzen.“

„Im Fokus der gemeinsamen Arbeit wird die Gleichstellungspolitik in der Le-bensverlaufsperspektive stehen. Grundlage dessen werden die neuen gleichstellungspolitischen Impulse aus dem Ersten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung sein, der morgen offiziell in Berlin an Bundesministerin Kristina Schröder übergeben wird. Der von der Expertenkommission erstellte Gleichstellungsbericht behandelt hauptsächlich Fragen der Erwerbsbiographien und richtet dabei das Augenmerk auf die typischen weichenstellenden Entscheidungen in den Lebensläufen von Frauen und Männern.

Mit den im Bericht dargestellten Erkenntnissen und Daten sowie darauf basierenden Handlungsempfehlungen wird sich der Gleichstellungsbeirat beschäftigen. Ich verspreche mir von diesem Gremium, dass es diese Aussagen auf die Situation in Sachsen hin analysiert und konkrete Empfehlungen an die Politik entwickelt.“