Staatsmodernisierung: Schnellere Bearbeitung der Fahrerlaubnis

Ab Januar können Fahrerlaubnisbewerber in Sachsen mit einer schnelleren Bearbeitung ihrer Anträge rechnen. Wer die komplette Fahrerlaubnisprüfung bestanden hat, der erhält vom Prüfer eine vorläufige Fahrberechtigung. +++

Zeitgleich erhält die Bundesdruckerei den Auftrag zur Herstellung des Kartenführerscheins. Das Sächsische Verkehrsministerium hat dafür die Herauslösung des Kartenführerscheins aus den Bearbeitungsabläufen veranlasst.
Die Fahrerlaubnisbehörden in Sachsen versenden ab 2011 die Prüfaufträgefür die Fahrerlaubnisprüfung nicht mehr in Papierform, sondernübertragen sie zwischen der Fahrerlaubnisbehörde und der TechnischenPrüfstelle von der DEKRA elektronisch.

Sachsens Verkehrsminister Sven Morlok (FDP): „Durch das elektronische Verfahren werden die Bearbeitungszeiten erheblich verkürzt und der Verwaltungsaufwand verringert. Wir bieten einen besseren Service für die Bürger, die schneller zu ihrer Fahrerlaubnis kommen, und bauen gleichzeitig Bürokratie ab.“

Bisher erging der Auftrag zur Herstellung der Karte durch die Bundesdruckerei zu Beginn des Verfahrens. Anschließend musste der Führerschein in mehreren aufwändigen Zuordnungen bei der Behörde und den Technischen Prüfstellen bis zum Abschluss der Prüfung „auf dem Papierweg“ mitgenommen werden.
Durch das neue Verfahren werden außerdem keine Führerscheinkarten mehr hergestellt, die nicht benötigt werden, weil der Fahrerlaubnisantrag beispielsweise wegen einer nicht bestandenen Prüfung zurückgenommen wird.

„Dieses Verfahren spart Geld, Zeit und Energie“, so Morlok abschließend.

Hintergrund

Die persönliche Antragstellung bei den Fahrerlaubnisbehörden der Landkreise und Kreisfreien Städte bleibt unverändert. Die vorläufige Fahrberechtigung ist für drei Monate gültig. Der reguläre Führerschein kommt direkt von der Bundesdruckerei per Post.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

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