Staatsregierung legt Nachhaltigkeitsstrategie vor

Die Strategie soll als politisches Leitbild für eine nachhaltige und zukunftssichernde Entwicklung des Freistaates dienen, u.a. in den Bereichen Klimavorsorge, Finanz- und Wirtschaftspolitik, Bildung und Gesundheit. +++

Die Nachhaltigkeitsstrategie soll in den kommenden Jahren als politisches Leitbild für eine nachhaltige und zukunftssichernde Entwicklung des Freistaates dienen. Sie definiert für acht zentrale Handlungsfelder Schwerpunkte, dazu gehören Klimavorsorge, Energieeffizienz, Finanz- und Wirtschaftspolitik, Bildung, Ressourcenschutz und Gesundheit.

„Der Begriff ‚Nachhaltigkeit‘ wurde in Sachsen bereits vor 300 Jahren geprägt, als Oberberghauptmann Hannß Carl von Carlowitz mit seinem Buch ‚Sylvicultura Oeconomica oder hauswirthliche Nachricht und Naturgemäße Anweisung zur Wilden Baum-Zucht‘ erstmals für eine pflegliche Waldnutzung warb“, so Minister Kupfer. „Dieses Erbe ist für den Freistaat aber nicht nur Ehre, es ist vor allem Verpflichtung“.

Kupfer verwies auf die positive Entwicklung, die Sachsen nach der Gründung des Freistaates genommen habe. So sei der CO2-Ausstoß von 108 Millionen Tonnen im Jahr 1990 auf derzeit 48 Millionen Tonnen mehr als halbiert worden, gleichzeitig habe sich die Energieproduktivität mehr als verdreifacht. Die Schonung natürlicher Lebensgrundlagen zeige sich auch in der Anwendung erosions- und stoffeintragsmindernder Bewirtschaftungsverfahren in der Landwirtschaft. Derzeit ist das auf einem Drittel der landwirtschaftlich genutzten Fläche in Sachsen der Fall. „Rund sieben Milliarden Euro sind in eine moderne Abwasserentsorgung investiert worden. Für 88 Prozent der Sachsen ist eine Abwasserentsorgung nach dem Stand der Technik gesichert, bis Ende 2015 soll das flächendeckend der Fall sein“.

Geradezu ein Musterland sei Sachsen bei der Finanzpolitik. „Unsere Neuverschuldung haben wir seit 1992 massiv reduziert, seit 2006 zahlt der Freistaat sogar Schulden zurück“, so der Minister. „In Schleswig-Holstein verschlingen die Tilgung von Schulden und die Ruhestandsversorgung von Beamten mehr als 15 Prozent des Haushaltes. In Sachsen ist dieser Anteil sechsmal geringer“.

„Nachhaltigkeit zeigt sich vor allem darin, welches Erbe man künftigen Generationen hinterlässt. Sachsen hat sich dabei vorbildlich entwickelt. Die Nachhaltigkeitsstrategie wird uns als Kompass helfen, diese erfolgreiche Politik fortzusetzen“, so Kupfer abschließend.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

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