Staatsregierung warnt vor gefährlichen Silvesterknallern

Feuerwerkskörper sind ein nicht wegzudenkender Bestandteil der Silvesterfeiern zur Begrüßung des neuen Jahres. Rund 100 Mio. Euro werden zur Jahreswende von den Bundesbürgern ausgegeben, um das neue Jahr mit stimmungsvollen Feuerwerken zu begrüßen. Bei aller Ausgelassenheit und Freude kann nicht genügend vor einem leichtsinnigen Umgang mit Feuerwerkskörpern gewarnt werden. Feuerwerkskörper enthalten explosionsgefährliche Stoffe und können beim Zünden gefährliche Verletzungen verursachen.

Deshalb werden sie geprüft und sind mit einem Prüfzeichen (CE-Zeichen) und einer Identifikationsnummer, die durch die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) erteilt wurde, zu versehen.

Danach heißt es: Wenn BAM fehlt, ist das Produkt in Deutschland nicht zu verwenden. Die Kennzeichnung mit CE-Zeichen und Identifikationsnummer bedeutet, dass man mit den Krachern und Raketen bei sachgerechter Verwendung sicher hantieren kann. Die Identifikationsnummer kann wie folgt aussehen: BAM-F2-1234. Gleichzeitig sind alte Zulassungen der BAM noch bis 2017 in Deutschland gültig. Diese alte Kennzeichnung für einen Feuerwerkskörper der Klasse II sieht wie folgt aus: BAM-PII-1234.

Der Verkauf darf nicht an Ständen im Straßenverkauf oder von Fahrzeugen erfolgen, sondern nur in Verkaufseinrichtungen und muss vom Verkaufspersonal beaufsichtigt werden. Nur Personen über 18 Jahre dürfen Feuerwerk der Kategorie 2 bzw. der Klasse PII erwerben. Wer Handel betreiben will und Feuerwerkskörper der Kategorien 1 und 2  bzw. der Klassen PI und PII verkaufen möchte, musste das den Dienststellen der Abteilung Arbeitsschutz der Landesdirektion Dresden mindestens zwei Wochen vorher mitteilen.

Um für den Feuerwerksverkauf vom 29. bis 31. Dezember 2010 gerüstet zu sein, haben die Händler ihre Lager gefüllt. Hier ist große Vorsicht geboten, denn in jedem Feuerwerksartikel befindet sich ‚Sprengstoff‘. In einem ganzen Lager kann da so einiges zusammenkommen.

Bei der Aufbewahrung und dem Verkauf von Silvesterfeuerwerk haben sich Vorschriften geändert. Seit dem 1. Dezember 2010 gelten für die Aufbewahrung kleiner Mengen von Silvesterfeuerwerk zum Zwecke des Verkaufs neue Höchstmengen. Wurden die zulässigen Höchstmengen bislang in kg Bruttomasse angegeben, also einschließlich der Verpackung, so beziehen sich die Höchstmengen ab sofort auf die Nettoexplosivstoffmasse (NEM).

Um Einzelhändler, die Silvesterfeuerwerk verkaufen wollen, über diese neuen Bestimmungen zu informieren, hat das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr ein Faltblatt erarbeitet. Es fasst die wichtigsten Informationen zusammen und isthier im Internet abrufbar.

Damit bei aller Ausgelassenheit und Freude „nichts ins Auge geht“, ist Folgendes zu beachten:

Feuerwerk der Kategorie 2 (Silvesterfeuerwerk) darf von Personen unter 18 Jahre nicht abgebrannt werden. Feuerwerkskörper dieser Art sind nur im Freien zu zünden und es sind unbedingt die Hinweise der Gebrauchsanweisung zu beachten. Jeder sollte dabei auf ausreichende Sicherheitsabstände zu anderen Personen und zu Gebäuden achten. Auch sollte auf Kinder und ältere Menschen Rücksicht genommen werden. Selbst die Haustiere dürfen nicht vergessen werden. Auch sie reagieren verstört bei Lärm und Licht.

Eindringlich ist vor selbstgebauten Feuerwerkskörpern zu warnen! Die Produkte enthalten explosionsgefährliche Stoffe, die sich bei unsachgemäßem Umgang entzünden und zu schweren Verletzungen führen können.

„Blindgänger“ dürfen nicht ein zweites Mal gezündet werden, sondern sollten stattdessen mit Wasser unschädlich gemacht werden. Keinesfalls sollten derartige „Blindgänger“ sofort wieder in die Hand genommen und erneut gezündet werden, da ein verzögerter Zündvorgang zu erheblichen Verletzungen führen kann.