Staatssekretär des SMWK bezeichnet Langzeitstudierende als Sozialschmarotzer

Am vergangenen Samstag fand das gemeinsame Strategiegespräch des Rektorates, des Senates und des Hochschulrates  der Universität Leipzig statt. Während der Einführungsveranstaltung  äußerte sich, der Staatssekretär des Staatsministerium für  Wissenschaft und Kunst (SMWK) Henry Hasenpflug, kritisch zu  Langzeitstudierenden.

Der Staatssekretär erklärte die Hochschulen zu Gewinnern im Zuge der Kürzungen in den Bereichen Soziales, Kultur und Bildung im sächsischen  Doppelhaushalt 2011/12 . An Stelle eines Stellenabbaus im  wissenschaftlichen Bereich bereits ab 2011, werden in Sachsen erst in  den Jahren 2013 bis 2015  jährlich 100 Stellen und 2016 bis  2020  jährlich 80 Stellen abgebaut. 

„Bei einer Verzögerung des Stellenabbaus von Gewinn zu reden, ist  grotesk. Wir ringen derzeit um  eine Verbesserung in der Qualität der Lehre. Doch ohne entsprechende  personelle Besetzung, ist qualitativ hochwertige Lehre an der  Universität Leipzig nicht möglich“, kritisierte Jenny Kunhardt,  Sprecherin des StudentInnenRates der Universität Leipzig.

Hasenpflug bezeichnete, im Fortgang seiner Rede die Langzeitstudierenden als Sozialschmarotzer, die durch ihren Studierendenstatus billigeres Essen sowie sonstige Vergünstigungen einstreichen könnten. Der Staatssekretär sieht in der Einführung von Studiengebühren die Möglichkeit Abhilfe zu schaffen. „Diese Aussage diskreditiert Menschen, die über die Regelstudienzeit hinaus studieren. Hier wird nicht nach den Gründen einer Verzögerung des Studiums gefragt, sondern sofort finanzieller Druck ausgeübt“, sagte Wiebke Rahmlow, studentische Senatorin des akademischen Senates, erzürnt.