“Staatstrojaner“ auch in Sachsen im Einsatz?

Der Staatstrojaner ist ein Spionageprogramm für Ermittlungsbehörden. Mit diesem Programm wird aber gegen geltendes Recht verstoßen. In einigen Bundesländern wurde der Staatstrojaner verwendet. +++

Das ist ein Trojaner im herkömmlichen Sinne – momentan macht allerdings ein ganz anderer Trojaner die Runde – der sogenannte „Staatstrojaner“.

Das ist eine Spionagesoftware die von verschiedenen Ermittlungsbehörden genutzt wird, um zum Beispiel Telefonate, die mit Hilfe eines Computers geführt werden, abzuhören.

Entdeckt wurde der Staatstrojaner vom Chaos Computer Club, kurz CCC. 

Interview mit Frank Becker, Sprecher Chaos Computer Club Dresden (im Video)

Doch das Bedenklichste, so der Chaos Computer Club, ist die Erweiterungsfunktion des Trojaners, mit dieser kann ferngesteuert beliebig weitere Schadsoftware auf den Computer geladen werden.
Mit Hilfe dieses Trojaners wird also in die Privatsphäre der Computernutzer eingegriffen.

Mit der Nutzung dieses Trojaners verstoßen die jeweiligen Behörden gegen geltendes Recht. Denn eigentlich gibt es für das Arbeiten mit Trojanern Grenzen.
 
Interview mit Frank Becker, Sprecher Chaos Computer Club Dresden (im Video)

In Sachsen soll der Staatstrojaner übrigens noch nicht zum Einsatz gekommen sein, so die Behörden.

Um die Sicherheit im Netz wird es in der Dresdner Neustadt am Wochenende trotzdem gehen. Der Chaos Computer Club veranstaltet zum achten Mal die „Datenspuren“. Neben vielen Workshops und Vorträgen wird es unter anderem auch um die sächsische Handydatenaffäre gehen.

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