Stadt Chemnitz lehnt Zelte für Asylbewerber ab

Mit scharfer Kritik hat die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig auf die Errichtung von Zelten auf dem Gelände der Erstaufnahmeeinrichtung im Stadtteil Ebersdorf reagiert.

Die Landesdirektion als Betreiber hatte am vergangenen Freitag fünf Zelte mit insgesamt 50 Unterbringungsplätzen errichtet.

Dies würde eindeutig gegen vorher getroffene Absprachen verstoßen und stelle einen Vertrauensbruch gegenüber Stadt und Anwohnern dar, so Oberbürgermeisterin Ludwig.

Interview: Barbara Ludwig (SPD), Oberbürgermeisterin Stadt Chemnitz

Laut Landesdirektion hat die Errichtung der Zelte Vorsorgecharakter.

Falls in der Erstaufnahmeeinrichtung Infektionskrankheiten ausbrechen würden, wäre mit den Notunterkünften eine separate Unterbringung von Asylbewerbern möglich.

Derzeit seien die Kapazitäten aufgrund des starken Zustroms von Migranten in Chemnitz und den Außenstellen in ganz Sachsen voll ausgelastet.

Mit der Stadt Chemnitz müsste wegen des Aufbauens der Zelte nach drei Monaten ein „Einvernehmen“ erzielt werden.

Diese Zustimmung wird es von der Chemnitzer Oberbürgermeisterin allerdings nicht geben.

Interview: Barbara Ludwig (SPD), Oberbürgermeisterin Stadt Chemnitz

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