Stadt Dresden stellt Energiekonzept vor

Das Konzept beeinhaltet unter anderem die Optimierung von Heizungsanlagen, den Ausbau des Fernwärmenetzes sowie Richtlinien für den Bau von Gebäuden der Kommunen. +++

„Mit diesem Energiekonzept legen wir für Dresden entscheidende Grundsätze für eine energieeffizientere Stadt. Die letzten Monate waren für unsere Partner und das städtische Umweltamt eine arbeitsintensive Zeit. Daher bin ich stolz, heute dieses Energie- und Klimakonzept für die Zukunft unserer Stadt präsentieren zu können“, erklärt der Erste Bürgermeister der Landeshauptstadt Dresden, Dirk Hilbert.  

Das Integrierte Energie- und Klimakonzept (IEuKK) konzentriert sich auf drei Ansatzpunkte: die Wohnwärme, den Industriestromverbrauch sowie den Verkehr. Dabei zielt das Konzept besonders auf folgende Maßnahmen ab: 
– Optimieren bestehender Heizungsanlagen 
– Ausbau des Fernwärmenetzes und Gewinnen neuer Kunden, einschließlich Absenken der Betriebstemperatur
– Verstärkte Nutzung des ÖPNV mit seinen sehr guten Voraussetzungen 
– Richtlinien für den Bau kommunaler Gebäude    

„Mit diesen Maßnahmen beschreiten wir einen Weg, der wirtschaftlich machbar, sozial verträglich und ökologisch sinnvoll ist. Der Fernwärmeausbau wird eine große Investition in die Dresdner Infrastruktur sein. Wir werden gemeinsam daran arbeiten, dass diese auch durch die Dresdner, die Unternehmen und Institutionen genutzt wird“, sagt der Erste Bürgermeister Hilbert weiter.
 
Leiter des Projektes ist Dr. Christian Korndörfer, der Leiter des Dresdner Umweltamtes. Gemeinsam mit den beauftragten Ingenieurbüros RambØll-Management und KEEA sowie der Technischen Universität Dresden und der Brandenburgischen Technischen Universität schuf das Umweltamt ein fast 400-seitiges Werk, welches nun in den Gremiengang geht. An der Ausarbeitung waren 27 Institutionen und Unternehmen sowie rund 100 Fachleute aus den verschiedenen Bereichen beteiligt. Die Arbeit wurde vom Bundesumweltministerium mit 200 000 Euro gefördert. „Noch nie wurden in der Menschheitsgeschichte so viele natürliche Ressourcen und so viel Energie verbraucht. Noch nie waren die Preise dafür so hoch, Tendenz steigend. Die Zukunft gehört jenen Städten, denen es gelingt, ihre Daseinsaufgaben mit möglichst geringem Verbrauch an fossiler Energie zu erfüllen und dabei ein prosperierender moderner Wohn- und Wirtschaftsstandort zu sein. Unter diesen Zeichen steht die Energiewende der Bundesregierung, über deren Erfolg vorwiegend in den Städten entschieden werden wird“, schätzt der Leiter des Umweltamtes ein.

Die Landeshauptstadt Dresden und die kommunalen Betriebe leisten ihren Beitrag mit dem IEuKK. Das erfordert eine sorgfältige Analyse der Ausgangssituation und der Handlungsmöglichkeiten, um zu einer ökologisch und wirtschaftlich erfolgreichen Strategie zu kommen. Der Stadtrat hat im Januar 2011 den Auftrag erteilt ein umfassendes „Integriertes Energie- und Klimaschutzkonzept“ für die Zeit bis 2030 mit Ausblick auf den Zeitraum bis 2050 auszuarbeiten.

Jeder Dresdner erzeugt heute im Mittel 9,8 Tonnen CO2 pro Jahr – den kommunal nicht beeinflussbaren überregionalen Flug- und Güterverkehr außer Acht gelassen, sind es immerhin noch mehr als 6 Tonnen CO2. Bei der schrittweisen Umsetzung des Energiekonzeptes, können der CO2-Ausstoß auf 4,2 Tonnen CO2 pro Einwohner und Jahr bei deutlicher Dämpfung des Anstiegs der Energiekosten für die Verbraucher und die Erhöhung des Anteils an erneuerbaren Energien erreicht werden. Eine zentrale Rolle spielt die Modernisierung der bestehenden Infrastruktur und hier insbesondere die Erweiterung der Fernwärme durch den Einsatz neuer Speichertechnologien und durch die Einspeisung regenerativer Energie. Am 4. März 2013 findet die erste Lesung des Konzepts in nicht-öffentlicher Sitzung des Umweltausschusses statt.

Quelle: Landeshauptstadt Dresden

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