Stadt Dresden will VNG-Anteile verkaufen

Die Verbundnetz Gas AG mit Sitz in Leipzig gehört zu sechs Prozent der Stadt Dresden. Diese will ihre Anteile jetzt verkaufen. +++

Die Verbundnetz Gas AG aus Leipzig, kurz VNG, ist der einzige Sitz eines Großkonzerns in den neuen Bundesländern. Rund 25 % der Anteile gehören dabei insgesamt 10 Kommunen aus Ostdeutschland. Damit verfügen die Kommunen über eine Sperrminorität: sie können wichtige Entscheidungen, wie Standortwechsel, blockiert werden. Im letzten Jahr hat die VNG wieder einen deutlichen Gewinn von über 100 Millionen EURO gemacht. Nun überlegt die Stadt Dresden Ihren sechs Prozentigen Anteil an der VNG zu verkaufen. Damit würden die Kommunen Ihre Sperrminorität verlieren. Eine Alternative wäre, dass der Freistaat diese Anteile übernimmt. Wir haben die Abgeordneten im sächsischen Landtag gefragt, wie sie zu diesen Thema stehen.

Sollte die Sperrminorität verloren gehen, können andere Aktionäre, unter anderem die russische Gazprom und der Oldenburger Gasriese EWE, künftig auch gegen die Kommunen über die Zukunft der VNG entscheiden.