Stadt finanziert Bildungsfahrten

Chemnitz – Die Stadt Chemnitz finanziert ab sofort allen Chemnitzer Schülern an Oberschulen, Förderschulen und Gymnasien in den Klassenstufen 8 bis 11 eine Bildungsfahrt in einer KZ Gedenkstätte. 

© Chemnitz Fernsehen
 

Die Bildungsfahrten in diese Gedenkstätten finden bislang zum Beispiel innerhalb des Geschichtsunterrichts oder im Vorfeld der Jugendweihe statt. In der Regel werden die Kosten dafür von den Eltern getragen. Mit der Finanzierung durch die Stadt Chemnitz wird allen Jugendlichen die Nutzung eines solchen Angebotes ermöglicht – unabhängig der finanziellen Situation der Familien. Ziel ist es, jedem jungen Chemnitzer im genannten Alter einmal eine solche Fahrt zu ermöglichen.

Pro Schüler stehen hierfür 30 Euro zur Verfügung. Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig: „Jeder der einmal ein KZ besucht hat, der sieht und spürt eindrücklich, wozu Menschen im Stande sind, wohin Rechtspopulismus und Faschismus geführt haben. Und wer mit offenem Herzen diesen bedrückenden Ort erlebt, erkennt die persönliche Verantwortung dafür, dass sich so etwas nie wiederholen darf.

Zeitzeugen, die nachfolgenden Generationen eindrücklich über die erlebten Gräuel berichten können, werden weniger. Doch die Aufklärung über den Holocaust darf nicht enden. Wir übernehmen damit Verantwortung, ermöglichen allen Chemnitzer Jugendlichen den Besuch und hoffen, den Lehrern für ihre anspruchsvolle Arbeit Unterstützung für einen anschaulichen Geschichtsunterricht zu geben.“