Stadt investiert in Schulsanierung

Chemnitz – Die Grundschule im Chemnitzer Stadtteil Reichenhain ist ein besonderes Gebäude. In den Nachkriegsjahren 1949/1950 wurde sie zum Großteil aus Trümmermaterialien errichtet. Nun steht sie unter Denkmalschutz. 

Aufgrund der damals verwendeten Baustoffe ist die Schule allerdings schwerst sanierungsbedürftig. Vor allem das Mauerwerk leidet unter Feuchtigkeit.  Auch die nach der Wende neu eingebauten Fenster haben darunter gelitten.

Durch die stabile finanzielle Lage der Stadt Chemnitz ist es jetzt möglich, die Grundschule Reichenhain in einem Rutsch komplett zu sanieren.

Hauptziel ist es, durch die Bauarbeiten die Anzahl der Räumlichkeiten für die zweizügige Grundschule wieder zu erhöhen, da dies durch den maroden Zustand stark eingeschränkt ist.

Also werden neben Dacherneuerung, Fassadenarbeiten und Trockenlegung sämtlicher Mauern auch alle Leitungssysteme im Gebäude erneuert. Die Grundschüler können während der Bauarbeiten in bereits sanierten Bereichen der Schule unterrichtet werden.

Ebenso sollen das markante Porphyrportal und die Natursteinmauer am Haupteingang bis Mitte 2019 in neuem Glanz erstrahlen. Insgesamt sollen mehr als 2,6 Millionen Euro investiert werden, eine Million Euro stammen dabei aus Fördergeldern.

Noch eine Million Euro mehr soll laut Baudezernat für die Sanierung einer Kindertageseinrichtung im Stadtteil Hutholz ausgegeben werden. Die Kita an der Walter-Ranft-Straße befindet sich derzeit in einem zweiteiligen Plattenbau aus dem Jahr 1986.

Nun sollen für mehr als 180 Kinder moderne Betreuungsräumlichkeiten geschaffen werden. Da die Einrichtung per Konzept über drei Integrationsplätze verfügt, erfolgt die Sanierung barrierefrei.

Zu der Komplettsanierung gehört auch die Neugestaltung der Außenanlagen sowie der Einbau einer Photovoltaikanlage.  Im Februar 2018 soll der Baustart erfolgen, das Ende ist für Sommer 2019 vorgesehen. Während der Baumaßnahmen müssen die Kinder in zwei Ausweichobjekten untergebracht werden.