Stadt Leipzig gibt grünes Licht für Deich-Kahlschlag der Landestalsperrenverwaltung

Im Stadtgebiet Leipzig soll der Hochwasser-Schutz durch weitere Maßnahmen erhöht werden: Landestalsperrenverwaltung (LTV) hatte einen Antrag für Baumfällung gestellt, dem die Verantwortlichen der Stadt Leipzig nun zugestimmt haben – die LTV erhält eine naturschutzrechtliche Befreiung.

„Diese Maßnahmen sind notwendig, um für zukünftige Hochwassersituationen Gefahren von der Bevölkerung und Sachgütern abzuwenden“, so Heiko Rosenthal, Bürgermeister für Umwelt, Ordnung, Sport. „Die betroffenen Deichabschnitte am Elsterhochflutbett, Kleine Luppe, Nahle und Neue Luppe liegen im LSG Leipziger Auwald bzw. teilweise im NSG Burgaue und punktuell im FFH-Gebiet.“

Die Stadt Leipzig hat unter Einbeziehung der Landesdirektion Leipzig die naturschutzrechtliche Befreiung abgestimmt, zunächst für den Teil des Deiches der Neuen Luppe, an dem es zur Absenkung gekommen war. Mit Sandsäcken und Geotextilmatten konnte ein Deichbruch in Leipzig am 14. Januar gerade so verhindert werden.

Der Antrag der Landestalsperrenverwaltung umfasst die Beseitigung von weiteren Bäumen und Sträuchern auf insgesamt ca. elf Kilometer Deichabschnitten.

Um Leipzig vor neuen Hochwassergefahren an Weißer Elster und Pleiße besser zu schützen, sind die Beseitigungen von langjährig stehenden Bäumen, Sträuchern und Wurzelstücken notwendig, heißt es aus dem Neuen Rathaus.

+++ Einen ausführlichen Beitrag zur aktuellen Hochwasserlage in Leipzig und dem Zustand der Deiche sehen Sie heute Abend ab 18 Uhr stündlich in der Drehscheibe Leipzig. +++