Stadt Leipzig muss zur Gewährleistung des Gesundheitsschutzes an der Umweltzone festhalten

Die Schadstoffbelastung mit Feinstaub und Stickstoffdioxid wird auch in diesem Jahr in Leipzig über den geltenden Grenzwerten liegen. Aufgrund dessen muss die Stadt Leipzig zur Gewährleistung des Gesundheitsschutzes an der Umweltzone festhalten. Seit dem Jahr 1999 wurde der Wert, welcher seit 2005 für Feinstaub als Grenzwert gilt, überschritten. Der seit Anfang diesen Jahres als Grenzwert für Stickstoffdioxid geltende Wert wird in Leipzig seit dem Jahr 1995 überschritten.

„Bei der Beurteilung der Wirkung von Luftreinhaltemaßnahmen wie der Umweltzone ist zu beachten, dass die Situation in den einzelnen Städten unterschiedlich und daher pauschal nicht vergleichbar ist“, sagt Heiko Rosenthal, Bürgermeister für Umwelt, Ordnung, Sport der Stadt Leipzig. Die Berechnung der Wirksamkeit von Umweltzonen erfolge unter Berücksichtigung mittlerer Wetterbedingungen. Dazu werde etwa eine Zehnjahres-Statistik einer lokalen Wetterstation verwendet.

Im Falle der vom Mittelmaß abweichenden Wetterbedingungen (viele Inversionswetterlagen, niederschlagsarme Jahre) sowie wetterbedingt verursachter höherer Ferneinträge von Feinstaub erhöht sich natürlich die Wahrscheinlichkeit für Grenzwertüberschreitungen. Heiko Rosenthal: „An den auf diesen besonderen Wetterbedingungen beruhenden Überschreitungen wird die Einführung der Umweltzone nichts ändern. Daher sind – ähnlich wie in Berlin in diesem Jahr – auch in Leipzig künftig Grenzwertüberschreitungen nicht auszuschließen.“

Generell wird mit Einführung der Umweltzone die Feinstaubbelastung nicht rapide sinken, aber kontinuierlich (um bis zu circa zehn Prozent des Jahresmittelwertes). Entsprechend der vom Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie vorgenommenen Berechnungen können damit bei mittleren Wetterbedingungen die Überschreitungstage in Leipzig auf das zulässige Maß begrenzt werden. Gesundheitlich bedeutsam ist, dass die Anzahl der besonders gefährlichen Partikel im Abgas von Diesel-Kfz, mit der Umweltzone sehr deutlich reduzierbar ist.

Dafür spricht die in Berlin erzielte Minderung der Rußbelastung um bis zu ca. 20 Prozent und zwar bereits in Stufe 1 der Umweltzone, das heißt bei Verkehrsbeschränkungen für Fahrzeuge mit keiner Plakette.

Quelle: Umweltdezernat Stadt Leipzig