Stadt will Wildwuchs bei Alttextilien eindämmen

Die Stadt Chemnitz will in Zukunft stärker gegen kommerzielle Altkleidercontainer im Stadtgebiet vorgehen.

Laut Verwaltung wurden in Chemnitz in den vergangenen zwei Jahren rund 500 Container von gewerblichen Sammlern aufgestellt, die Alttextilien gewinnbringend verkaufen.

Dadurch schrumpft sowohl das Sammelaufkommen der gemeinnützigen Chemnitzer Einrichtungen als auch des ASR.

Laut Stadt hätte kein gewerblicher Sammler eine Sondernutzungserlaubnis für die eine Gebühr fällig wäre.

Interview: Miko Runkel (parteilos) – Bürgermeister für Recht, Sicherheit und Umweltschutz

Gewerbliche Sammler sollen nun nach den Plänen der Stadt keine Altkleidercontainer mehr auf öffentlichen Plätzen aufstellen dürfen. Bei Privat- und Firmengrundstücken hätte die Stadt allerdings keine Handhabe.

Der ASR betreibt selbst rund 250 Sammelplätze, auf denen er teilweise eigene Behälter aufgestellt hat.

Die Anzahl der Container von karitativen Organisationen, die die gesammelte Kleidung an Bedürftige verteilen, sollen nun auf 80 erhöht werden.

Interview: Manfred Wüpper – Betriebsleiter ASR

Die vom ASR erzielten Gewinne fließen in den Etat des städtischen Entsorgers ein.

Der Chemnitzer Stadtrat muss den Plänen in seiner Sitzung am kommenden Mittwoch noch zustimmen.