Stadtbibliothek lässt historische Schätze restaurieren

Chemnitz – Der historische Buchbestand der Stadtbibliothek Chemnitz soll in neuem Glanz erstrahlen. Ein Teilerfolg konnte nun mit der Restaurierung des kulturhistorischen Bandes „Chirurgische Bücher und Schrifften…des Paracelsus“ erzielt werden.

Aufgrund schlechter Lagerbedingungen über die Jahrhunderte hinweg, erlitt dieses Buch einen Wasserschaden, gefolgt von Schimmelbefall. Auch Nager und Insekten fanden Gefallen an dem historischen Schatz, sodass eine umfangreiche Restaurierung dringend erforderlich war, um den Band erhalten zu können.

Im Kellermagazin der Stadtbibliothek Chemnitz lagern insgesamt rund 160.000 Bücher. Darunter auch mittelalterliche Handschriften, Inkunabeln und Drucke des 16. und 17. Jahrhunderts, die zum Teil aus aufgelösten Chemnitzer Klöstern stammen. Die Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) der Staatsbibliothek zu Berlin engagiert sich für den Erhalt schriftlicher Kulturgüter.

Um die Genehmigung sowie Förderung für die Restaurierung des historischen Bandes zu erhalten, müssen jedoch einige Voraussetzungen erfüllt werden. Die Kosten für die dringend erforderliche Restaurierung beliefen sich auf 2.700 Euro, die zu 70 Prozent über Fördermittel und Spendengelder beglichen werden konnten. Durch das Engagement des Vereins der Förderer der Stadtbibliothek Chemnitz, wurden inzwischen 95 Bücher vor dem Verfall gerettet.

Um weitere Sorgenbücher restaurieren lassen zu können, hat der Verein die Aktion „Buchpaten gesucht“ ins Leben gerufen. Wer sich ebenfalls dafür einsetzen möchte, Bücher für die Nachwelt zu erhalten, hat die Möglichkeit, sich auf der Seite www.foerderverein-stadtbibliothek-chemnitz.de zu informieren.