Stadtbibliothek soll neue Ausstattung bekommen

Die Stadtbibliothek soll mit ihrem Rückzug in das sanierte Gebäude am Wilhelm-Leuschner-Platz Ende 2011 teilweise eine neue Ausstattung erhalten. Außerdem soll die Bibliothek mit einer RFID-Technologie (Radio Frequency Identification – kontaktlose Funkübertragung) versehen werden.

Für diesen Vorschlag von Kulturbürgermeister Michael Faber sprach sich Oberbürgermeister Burkhard Jung in seiner Dienstberatung aus.

Für die Teilneuausstattung sind rund 1,25 Millionen Euro geplant, die 2011 bis 2014 eingesetzt werden sollen. Dafür ist eine Neuausstattung der öffentlichen Bereiche Eingang und Foyer, Zeitungen und Zeitschriften, Informations- und Lernzentrum, Seminar- und Schulungsraum, Kinderbibliothek, Jugendbereich, Fachliteratur und Belletristik sowie der Non-Book-Bereich, die Musikbibliothek/ Sondersammlungen mit neuem Lesesaal, der Oberlichtsaal, Veranstaltungs- und Ausstellungsflächen und das Lesecafé vorgesehen. Dazu kommen für rund 30.000 Euro neue Besucher-PCs, Reader Printer zum Lesen von Mikrofiches und verschiedene Audiogeräte. Auch die Büros und Arbeitsplätze bedürfen einer teilweisen Neuausstattung.

Mit der RFID-Technik, die ab 2011 bis 2014 in allen Leipziger Städtischen Bibliotheken eingeführt wird und für die rund 1,2 Millionen Euro in Jahresscheiben geplant sind, ist künftig eine Selbstverbuchung der Medien möglich. Dafür werden beispielsweise Selbstverbuchungsgeräte und Rückgabeautomaten im Eingangsbereich der Stadtbibliothek installiert, so dass auch außerhalb der Bibliotheksöffnungszeiten Medien zurückgegeben werden können. Eine Sortieranlage übernimmt die routinemäßigen Vorsortierarbeiten. RFID verkürzt die Wartezeiten für die Besucher und entlastet die Mitarbeiter von manuellen Routinearbeiten. Sie können sich dann vermehrt den bibliotheksspezifischen Kernaufgaben wie Beratung, Leseförderung oder Vermittlung von Lesekompetenz widmen.