Stadtbibliothek: Vorbereitungen für den Einsatz von RFID Technologie beginnen

Bereits ab Juni beginnen im Interim der Leipziger Stadtbibliothek die Vorbereitungen für den Einsatz der neuen Bibliothekstechnologie RFID (Radiofrequenz Identifikation). Mit dieser Technik können Daten gelesen und gespeichert werden, ohne den Datenträger berühren zu müssen.

Umgestellt wird von den bisher verwendeten Strichcode-Etiketten auf RFID-Etiketten, die aus einem Chip und einer Antenne bestehen. Rund 250.000 Medien werden jetzt während der Öffnungszeiten der Stadtbibliothek von den Bibliotheksmitarbeitern bearbeitet. Vor dem Rückzug in das sanierte Gebäude am Wilhelm-Leuschner-Platz soll die Umetikettierung abgeschlossen sein.

„Wir müssen die Voraussetzungen für den Einsatz unserer Selbstverbuchungsautomaten schaffen, die es unseren Lesern in der neuen Stadtbibliothek ermöglichen wird, die Ausleihe oder Rückgabe von Büchern und anderen Medien selbständig vorzunehmen“, begründet Dr. Arne Ackermann, Amtsleiter der Leipziger Städtischen Bibliotheken, die Arbeiten. „Auch können durch die Funktechnologie mehrere Medien gleichzeitig verbucht werden, was eine enorme Arbeitserleichterung bedeutet.“

Die Einführung der neuen Technologie wurde vom Stadtrat im Herbst 2010 beschlossen. Neben der Stadtbibliothek sollen auch alle 15 Stadtteilbibliotheken und die Fahrbibliothek modernisiert werden. Bis Ende 2014 erfolgt die Umstellung, dann arbeitet das gesamte Netz der Leipziger Städtischen Bibliotheken mit RFID.

Weitere Technik ist dafür notwendig. „Zur Zeit bereiten wir die Ausschreibung für Rückgabegeräte und die Sortieranlage für die zurückgebrachten Medien vor“ so Ackermann. „Später kommen dann noch Buchsicherungsanlagen und Selbstverbuchungsautomaten dazu“.

Der Vorteil der RFID-Technik, die international und bundesweit bereits in vielen großen Bibliotheken erfolgreich eingesetzt wird, liegt im Zeitgewinn bei der Verbuchung (Ausleihe und Rückgabe). Das führt zu einer Verbesserung der Serviceleistungen für den Bibliotheksbenutzer, beispielsweise durch den Abbau von Wartezeiten oder der Möglichkeit der Medienrückgabe rund um die Uhr.