Stadtliga-Wahnsinn – Aufstieg muss am grünen Tisch geklärt werden

Die Fußballer von Roter Stern Leipzig gewannen ihr letztes Saisonspiel mit 8:1. Die Partie von Aufstiegskonkurrent VfK Blau-Weiß Leipzig wurde allerdings wetterbedingt abgebrochen. Nun muss das Sportgericht über den Aufstieg entscheiden. +++

„Wir sind doch aufgestiegen, Oder?“ Dieser bezeichnende Satz ist derzeit auf der Website von Roter Stern Leipzig zu lesen. Die Mannschaft war als Tabellenzweiter ins letzte Saisonspiel gegen den TSV Böhlitz-Ehrenberg gegangen und hatte dies grandios gewonnen. Die Sterne begannen gleich mit einem Doppelschlag. Robert Roßner stocherte den Ball in der 12. Minute über die Linie, acht Minuten später legte er mit einem Schuss aus fünfzehn Metern nach. Und als Pirmin Strasser in der 27. das 3:0 erzielte, war die Stimmung endgültig am Kochen. Die Gäste konnten zwar in der 43. Minute durch einen Freistoß das 3:1 erzielen, der Treffer von Thomas Zahn sorgte allerdings nicht für Sicherheit. Denn auch in der zweiten Hälfte ging es Schlag auf Schlag. Maximilian Grigo erhöhte in der 53. Minute zum 4:1. Dann folgte der zweite Treffer von Pirmin Strasser (57.), drei Minuten später verwandelte Paul Kroneck einen Elfmeter zum 6:1. Doch für die Gäste aus Böhlitz-Ehrenberg sollte es noch schlimmer kommen. Stefan Kornmann schockte seinen eigenen Keeper mit einem Eigentor in der 64. Minute. Fünf Minuten später schoss Max Herzog die Sterne zum 8:1 Endstand. Die Freude war groß, die Sterne hatten ihre Aufgabe erfüllt, jetzt kam es auf Stadtliga-Tabellenführer Blau-Weiß Leipzig an. Die Partie gegen die Eintracht Schkeuditz wurde zum Zünglein an der Waage… und ist es immer noch. Denn nach der überraschenden 2:1 Führung für Schkeuditz wurde das Spiel aufgrund eines heftigen Gewitters unterbrochen. Doch als der Unparteiische weiterspielen lassen wollte, wollte Blau-Weiß nicht mehr. „Es stand noch Wasser auf dem Platz, teilweise blitzte es noch, das war einigen unserer Spieler zu gefährlich, so die Begründung. Das Spiel wurde also abgebrochen. Blau-Weiß liegt nun zwei Punkte hinter Tabellenführer Roter Stern, hat aber offiziell ein Spiel weniger bestritten. Ob die Partie gegen Schkeuditz nachgeholt wird, ist noch unklar. Sterne-Coach Thomas Knopf, der in seiner letzten Saison als Trainer gerne mit einem Titel abtreten würde, spricht von Wettbewerbsverzerrung. Nächste Woche soll das Sportgericht entscheiden.
Aufgrund der abgebrochenen Partie bleiben weitere Fagen offen, denn das Ergebnis hat nicht nur Auswirkungen auf die Tabellenspitze, sondern auch auf das Tabellenende . Der SV Mölkau und der SV Leipzig Ost stehen als Absteiger fest. Nun müssen neben Böhlitz-Ehrenberg auch die Eintracht Schkeuditz und der SSV Stötteritz noch zittern.